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    Gemüse

    Zucchini

    Wasserreiches Sommerfrucht­gemüse – mild, vielseitig, kalorien­arm. Vom Ratatouille bis zum Zoodle der Trend-Dauerbrenner.

    Zucchini – Gemüse aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Zucchini hat in den Monaten Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager

    Die Zucchini (Cucurbita pepo subsp. pepo convar. giromontiina) – Italienisch der Kleinkürbis – gehört zur Familie der Kürbisgewächse und ist eigentlich ein unreifer Zuchtkürbis. Im Gegensatz zur Lagerfähigkeit reifer Speisekürbisse wird Zucchini jung geerntet (15-30 cm Länge, vor der Samenreife), wenn Schale weich und Kerne noch nicht entwickelt sind. Die Sorten variieren in Form (länglich, rund als ‚Tondo', kugelförmig) und Farbe (dunkelgrün, hellgrün, gelb, gestreift). Gelbe Zucchini sind geschmacklich ähnlich wie grüne, aber optisch attraktiv. Auch die Zucchiniblüten sind eine Delikatesse – gefüllt und frittiert ein italienischer Klassiker. Geschmacklich sind Zucchini mild mit einer leicht nussig-grasigen Note, daher ein beliebter Träger für kräftigere Aromen. Mit nur 17 kcal/100 g ein Leichtgewicht unter den Gemüsen, wasserreich und daher geeignet für Low-Carb-„Zoodles" (Zucchini-Nudeln). Wichtig: Bittere Zucchini nicht essen – Cucurbitacin-Vergiftung!

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Ratatouille klassisch mit Aubergine, Paprika, Tomate
    • Gegrillt mit Olivenöl und Kräutern
    • Zucchini-Pasta („Zoodles") low-carb
    • Gefüllte Zucchini mit Hackfleisch oder Feta
    • Zucchinipuffer (ähnlich Kartoffelpuffer)
    • Zucchinikuchen (süß, wie Möhrenkuchen)
    • Zucchiniblüten frittiert oder gefüllt mit Ricotta
    • Zucchinisuppe cremig mit Basilikum
    • Zucchini-Pesto mit Basilikum und Pinienkernen

    Passt perfekt zu

    • Tomate und Aubergine (Ratatouille)
    • Olivenöl, Knoblauch, Kräuter
    • Basilikum, Oregano, Thymian
    • Parmesan, Feta, Ricotta
    • Zitrone und Pfeffer
    • Minze
    • Schafskäse und Oliven
    • Lamm, Huhn, Fisch

    Eigenschaften

    • Grüne, gelbe, gestreifte und runde Sorten
    • Blüten sind essbar – italienische Delikatesse
    • Sehr kalorienarm (17 kcal/100 g)
    • Roh oder gegart verwendbar
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Sehr kalorienarm ideal bei Gewichtsmanagement
    • Hoher Wassergehalt (94 %) erfrischt im Sommer
    • Kaliumreich unterstützt Blutdruckregulation
    • Beta-Carotin und Vitamin C antioxidativ
    • Ballaststoffe fördern Verdauung und Sättigung

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Vollsonniger, windgeschützter Standort
    • Humusreicher, tiefgründiger, nährstoffreicher Boden
    • Regelmäßig gießen – aber nicht auf die Blätter (Mehltau!)
    • Mulchen hält Boden feucht und warm
    • Alle 2-3 Tage ernten – fördert neue Fruchtbildung
    • Nicht über 30 cm wachsen lassen – werden dann mehlig
    • Bittere Zucchini niemals essen – sofort entsorgen
    • Eine Pflanze trägt 10-20 Früchte pro Saison – überschätzt wird nur selten

    Pflege

    • Vorkultur ab April im warmen Haus
    • Pflanzung ins Freiland nach den Eisheiligen (Mitte Mai)
    • Direktsaat ab Mitte Mai im Freiland
    • Pflanzabstand 1-1,5 m – raumgreifend
    • Starkzehrer – viel Kompost einarbeiten

    Erntezeitpunkt

    Zeit: Juni bis Oktober, Hauptsaison Juli-September. In Gewächshaus/Tunnel schon ab Mai.

    Früchte mit Messer am Stiel abschneiden – nicht abreißen. Bei 15-25 cm Länge (für längliche Sorten) ernten. Dann sind sie knackig und zart. Alle 2-3 Tage kontrollieren – in Sommerwärme können sie in 24 h von ideal zu riesig übergehen. Zucchiniblüten morgens ernten, wenn sie geöffnet sind.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Kühlschrank
    Haltbarkeit
    7 Tage

    Tipps

    • Im Gemüsefach des Kühlschranks 5-7 Tage haltbar
    • In Folie oder perforiertem Beutel (nicht luftdicht)
    • Nicht unter 7 °C – Kältebrand möglich
    • Angeschnitten in Folie 2-3 Tage
    • Einfrieren (gewürfelt oder geraspelt) 6-8 Monate – für Kuchen/Suppen
    • Eingelegt als Pickle oder Antipasti Wochen haltbar
    • Nicht neben Äpfeln oder Tomaten lagern (Ethylen)

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Zucchini wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Warum schmecken manche Zucchini bitter?

    Bittere Zucchini enthalten Cucurbitacine – toxische Verbindungen, die normalerweise bei kultivierten Sorten herausgezüchtet sind. Bitterkeit entsteht durch: 1) Rückkreuzung mit Zierkürbissen (nur bei eigenem Saatgut), 2) Stress (Trockenheit, Temperaturschwankungen). Cucurbitacine können schwere Magen-Darm-Beschwerden und in seltenen Fällen schwere Vergiftungen auslösen. GRUNDSATZ: Immer ein Stück kosten vor Zubereitung. Bei bitterem Geschmack sofort alles wegwerfen.

    Kann man Zucchini roh essen?

    Ja, sehr gut. Junge, zarte Zucchini (bis 20 cm) sind roh mild und knackig. Perfekt für Carpaccio (hauchdünn gehobelt mit Olivenöl, Zitrone, Meersalz), Salate, Zoodles (als Nudelersatz) oder als Rohkoststäbchen mit Dip. Ältere, große Zucchini sind roh meist zäh und wässrig – besser kochen.

    Sind Zucchiniblüten essbar?

    Ja, und sie sind eine italienische Delikatesse. Klassisch werden sie mit Ricotta, Kräutern und Zitronenschale gefüllt, in Teig getaucht und frittiert („Fiori di Zucca Fritti"). Auch mit Frischkäse oder Mozzarella gefüllt und im Ofen gebacken wunderbar. Am besten männliche Blüten ernten (wachsen am Stiel, nicht an der Frucht) – so bleiben die weiblichen Blüten zur Fruchtbildung erhalten.

    Was tun mit zu viel Zucchini aus dem Garten?

    Die ewige Sommerfrage! Ideen: 1) Zucchinipfannkuchen / Zucchinipuffer, 2) süßer Zucchini-Kuchen (ähnlich Möhrenkuchen), 3) Einfrieren geraspelt für Winterkuchen, 4) Ratatouille-Vorrat im Glas einkochen, 5) Zucchini-Pickles oder eingelegte Scheiben, 6) Zucchini-Chutney, 7) Zucchinibrot (quick bread, wie amerikanisches Zucchini Bread), 8) Suppe und Pürees.

    Was ist der Unterschied zwischen Zucchini und Gurke?

    Optisch ähnlich, botanisch verschieden. Zucchini (Cucurbita pepo) gehört zu den Kürbissen, Gurken (Cucumis sativus) zu den Kürbisgewächsen einer anderen Gattung. Geschmacklich ist die Zucchini milder, fleischiger, weniger saftig – besser zum Kochen geeignet. Gurken sind knackiger, wässriger, besser roh. Die Schale der Zucchini ist härter, die der Gurke weicher.

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