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    Gemüse

    Artischocke

    Edle Distelblüte der Mittelmeerküche – in Deutschland von August bis Oktober aus Freilandanbau erhältlich.

    Artischocke – Gemüse aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Artischocke hat in den Monaten Juni, Juli, August, September, Oktober Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager
    • Import

    Die Artischocke ist botanisch gesehen die unreife Blütenknospe einer hochwüchsigen Distelart und zählt zu den edelsten Gemüsen der Mittelmeerküche. Was gegessen wird, sind die fleischigen Böden der Blütenblätter sowie der begehrte Artischockenboden – das weiche, scheibenförmige Herzstück unter dem filzigen Heu. Ihr Aroma ist nussig-mild mit einer leichten Bitterkeit durch Cynarin, einen sekundären Pflanzenstoff mit nachgewiesener leberschützender und gallenfördernder Wirkung. In Deutschland wird die Artischocke kleinflächig in wärmeren Regionen wie Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern angebaut. Die Hauptsaison liegt von August bis Oktober, vereinzelt auch im Frühsommer für früh treibende Sorten.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Artischocken gedämpft mit Vinaigrette oder Aioli
    • Artischockenboden gefüllt (Käse, Gemüse, Fleisch)
    • Herzen in Öl eingelegt als Antipasto
    • In Pasta und Risotto
    • Artischockensuppe
    • Auf Pizza und in Aufläufen

    Passt perfekt zu

    • Zitrone und Olivenöl
    • Knoblauch und Thymian
    • Parmesan
    • Kapern und Sardellen
    • Butter und Weißwein
    • Vinaigrette mit Senf

    Eigenschaften

    • Cynarin fördert Leber- und Gallenfunktion – auch in Artischockenpräparaten
    • Sehr hoher Folsäuregehalt
    • Reichhaltig an Magnesium und Kalium
    • Artischockenboden als Delikatesse – das Herzstück der Knosp
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Cynarin schützt die Leber und fördert die Gallenproduktion unterstützt Fettverdauung
    • Sehr hoher Folsäuregehalt wichtig in der Schwangerschaft
    • Inulin als präbiotischer Ballaststoff fördert Darmgesundheit
    • Magnesium unterstützt Muskelfunktion und Nervensystem
    • Kalium wirkt blutdruckregulierend

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Winterschutz wichtig – Pflanze einpacken oder ins Frostfreie bringen
    • Reichlich düngen: Starkzehrer wie Kürbis
    • Seitentriebe für zweite Ernte nutzen
    • Knospen vor dem Öffnen ernten – danach ungenießbar

    Pflege

    • Voranzucht im Februar/März, Pflanzung nach Eisheiligen
    • Wärmebedürftig – südexponierte, windgeschützte Lage
    • Pflanzabstand 80-100 cm – braucht viel Platz (bis 1,5 m breit)
    • Mehrjährige Staude: Im Winter mulchen oder in den Keller bringen

    Erntezeitpunkt

    Zeit: August bis Oktober (Freiland), Juni-Juli aus Gewächshaus/Folientunnel

    Knospen ernten, bevor die Blütenblätter sich öffnen – festes, kompaktes Köpfchen mit 10-15 cm Stiel abschneiden. Erste Knospe am Haupttrieb ist größte und reift zuerst.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Kühlschrank
    Haltbarkeit
    5 Tage

    Tipps

    • Im Kühlschrank in feuchtem Tuch bis 5-7 Tage frisch
    • Angeschnittene Stellen sofort mit Zitronensaft beträufeln – Oxidation verhindern
    • Herzen in Öl eingelegt lange haltbar (Konservierung)
    • Geputzte und gekochte Böden einfrieren – bis 6 Monate

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Artischocke wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Wie isst man eine Artischocke?

    Blatt für Blatt abzupfen, das untere fleischige Ende mit den Zähnen ausschaben (in Sauce dipppen). Wenn alle Blätter weg sind, das faseriges Heu mit einem Löffel herausschaben – darunter liegt der Artischockenboden, der in Stücke geschnitten und komplett gegessen wird.

    Wann hat Artischocke in Deutschland Saison?

    Heimische Artischocken von August bis Oktober, aus Folientunneln auch ab Juni. Ganzjährig kommen sie überwiegend aus Spanien, Frankreich und Italien.

    Was ist Cynarin und warum ist es gut für die Leber?

    Cynarin ist eine Phenolsäure in der Artischocke, die nachweislich die Gallenproduktion und den Gallenfluss fördert, die Leberzellen schützt und den Cholesterinstoffwechsel unterstützt. Artischockenextrakte werden deshalb als pflanzliches Leberpräparat eingesetzt.

    Warum macht Artischocke Wasser süß schmecken?

    Cynarin verändert vorübergehend die Geschmacksrezeptoren: Süßrezeptoren werden gehemmt, beim Trinken von Wasser danach werden sie frei – Wasser schmeckt dann süßlich. Dieses Phänomen ist gut dokumentiert und macht Weinbegleitung zur Herausforderung.

    Kann man Artischocken einfrieren?

    Ja, aber nur den geputzten Boden – rohe Artischocken mit Blättern frieren schlecht. Böden blanchieren, mit Zitronensaft beträufeln, einfrieren. Haltbarkeit 6 Monate. Herzen in Öl eingelegt sind ebenfalls gut haltbar.

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