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    Gemüse

    Brokkoli

    Vitamin-C-Star unter den Kohlarten – mit dem zellschützenden Sulforaphan und einer Saison von Juni bis Oktober.

    Brokkoli – Gemüse aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Brokkoli hat in den Monaten Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager

    Brokkoli ist der nährstoffdichte Verwandte des Blumenkohls und einer der am besten erforschten Vertreter der Kreuzblütler. Besonders bekannt geworden ist er durch das Sulforaphan – einen sekundären Pflanzenstoff, der in zahlreichen Studien als zellschützend und entzündungshemmend nachgewiesen wurde. Sulforaphan entsteht erst beim Schneiden oder Kauen, wenn das Senföl-Vorläufermolekül und das Enzym Myrosinase aufeinandertreffen. Schonend gedämpft (3-5 Minuten) bleibt der Wirkstoff am besten erhalten – langes Kochen zerstört einen Großteil der wertvollen Inhaltsstoffe.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Klassisch gedämpft mit Olivenöl und Zitrone
    • Im Ofen geröstet mit Knoblauch und Parmesan
    • Cremige Brokkolisuppe mit Mandeln
    • Pfanne mit Knoblauch und Chili (asiatisch)
    • Brokkoli-Risotto
    • Auflauf mit Käse und Sahne
    • Roh in Bowls oder als Stiele in Smoothies
    • Brokkoli-Reis als Low-Carb-Beilage

    Passt perfekt zu

    • Knoblauch und Chili
    • Parmesan und Pecorino
    • Zitrone
    • Mandeln
    • Sojasauce und Sesam
    • Sahne
    • Pasta
    • Räucherlachs

    Eigenschaften

    • Sulforaphan – zellschützender Pflanzenstoff
    • Sehr hoher Vitamin-C-Gehalt (110 mg/100 g roh)
    • Auch der Stiel ist nährstoffreich und essbar
    • Romanesco und lila Brokkoli als Sortenvarianten
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Sulforaphan wirkt zellschützend und wird in der Krebsforschung intensiv untersucht
    • Sehr hoher Vitamin-C-Gehalt (mehr als Orangen) stärkt das Immunsystem
    • Reich an Folsäure wichtig für Zellteilung und in der Schwangerschaft
    • Sekundäre Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und entzündungshemmend
    • Niedrige Energiedichte mit hoher Sättigung ideal in der ausgewogenen Ernährung

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Nährstoffhungrig – Beet vor Pflanzung mit Kompost düngen
    • Gleichmäßige Wasserversorgung verhindert holzige Stiele
    • Mischkultur mit Sellerie wirkt gegen Kohlweißling
    • Nach der Hauptkopf-Ernte treiben kleine Seitenröschen für Zweiternte
    • Köpfe ernten, bevor die Knospen aufblühen – sonst Aroma verloren

    Pflege

    • Vorkultur in Anzuchttöpfen ab Februar/März, Pflanzung ab Mitte April
    • Direktsaat ins Freiland ab Mai
    • Mehrere Sätze für gestaffelte Ernte von Juni bis Oktober
    • Im Folientunnel oder Gewächshaus für Frühernte ab Mai

    Erntezeitpunkt

    Zeit: Juni bis November, Hauptsaison Juli bis Oktober

    Den Hauptkopf abschneiden, sobald er fest und tief dunkelgrün ist (vor dem Aufblühen). Nach der Haupternte bilden sich am Stiel Seitenröschen – diese können 2-4 Wochen lang regelmäßig nachgeerntet werden.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Kühlschrank
    Haltbarkeit
    5 Tage

    Tipps

    • Im Gemüsefach des Kühlschranks 3-5 Tage haltbar – möglichst frisch verarbeiten
    • Wie ein Blumenstrauß im Glas mit Wasser hält länger
    • Sehr gut zum Einfrieren: blanchieren, schockfrosten – etwa 8 Monate haltbar
    • Stiel mit verarbeiten: schälen, in Streifen schneiden, mitkochen
    • Gilbe Röschen oder grauer Belag = nicht mehr frisch

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Brokkoli wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Wann hat Brokkoli in Deutschland Saison?

    Heimischer Brokkoli ist von Juni bis November verfügbar, Hauptsaison Juli bis Oktober. Aus dem Folientunnel gibt es ab Mai erste Ware. Außerhalb der Saison kommt Brokkoli meist aus Spanien oder Italien.

    Roh oder gekocht – was ist gesünder?

    Roh enthält Brokkoli mehr Vitamin C, Sulforaphan entsteht aber erst beim Kauen oder Schneiden. Schonend gedämpft (3-5 Min) ist der Kompromiss: Vitamine erhalten und Sulforaphan freigesetzt. Langes Kochen zerstört beides.

    Kann ich auch den Stiel essen?

    Unbedingt. Der Stiel hat genauso viele Nährstoffe wie die Röschen, ist nur etwas härter. Die holzige Außenschicht abschälen, in Stifte oder Scheiben schneiden und mitgaren – schmeckt mild und süßlich.

    Was ist das Besondere an Sulforaphan?

    Sulforaphan ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der in der Krebsforschung intensiv untersucht wird. Er aktiviert körpereigene Entgiftungsenzyme und wirkt entzündungshemmend. Brokkolisprossen enthalten besonders viel davon – bis zu 100-mal mehr als das ausgewachsene Gemüse.

    Warum wird Brokkoli manchmal gelb?

    Gelbe Verfärbungen entstehen, wenn die Blütenknospen aufgehen oder der Brokkoli zu warm gelagert wurde. Dann sind Geschmack und Nährstoffgehalt deutlich schlechter. Frischer Brokkoli ist tiefdunkelgrün, fest und mit geschlossenen Knospen.

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