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    Gemüse

    Tomate

    Der Sommer-Klassiker – tiefrot, aromatisch, lycopinreich. Von Cocktail- über Fleisch- bis Wildtomate ein Universum an Sorten.

    Tomate – Gemüse aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Tomate hat in den Monaten April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager

    Die Tomate (Solanum lycopersicum) ist botanisch eine Beere und gehört wie die Kartoffel zu den Nachtschattengewächsen. Seit ihrer Ankunft in Europa im 16. Jahrhundert hat sie weltweit den Speiseplan erobert – heute ist sie das meistverzehrte Gemüse Deutschlands. Die Sortenvielfalt ist überwältigend: von 1-cm-kleinen Wildtomaten („Johannisbeertomaten") über klassische Strauch-, Cocktail-, Romana-Tomaten bis zu Fleischtomaten mit 500+ g – von tiefrot über rosa, gelb, grün, orange, braun-schwarz bis zu gestreiften alten Sorten wie ‚Green Zebra' oder ‚Tigerella'. Ernährungsphysiologisch glänzt sie mit dem roten Farbstoff Lycopin – einem starken Antioxidans, dessen Bioverfügbarkeit durch Erhitzen und Fett deutlich steigt (daher sind Tomatensoße und Tomatenmark oft effektiver als rohe Tomaten). In Deutschland läuft die Freilandsaison von Juli bis Oktober, in Gewächshäusern bereits ab April.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Klassischer Tomatensalat mit Basilikum und Olivenöl
    • Caprese mit Mozzarella und Basilikum
    • Tomatensauce/Pizzabelag/Pasta
    • Tomatensuppe (klassisch oder Gazpacho)
    • Bruschetta mit Tomaten-Concasse
    • Gefüllte Tomaten (Hack, Quinoa, Reis)
    • Shakshuka – Eier in Tomatensauce
    • Chutney, Ketchup und Passata
    • Ofen-Tomaten (geröstet mit Kräutern)

    Passt perfekt zu

    • Basilikum und Oregano
    • Mozzarella, Büffelmozzarella und Burrata
    • Olivenöl und Balsamico
    • Knoblauch und Zwiebel
    • Salz und schwarzer Pfeffer
    • Feta und Schafskäse
    • Oliven und Kapern
    • Basilikum-Pesto und Rucola

    Eigenschaften

    • Unzählige Sorten – klein/groß, rot/gelb/grün/schwarz
    • Hoher Lycopin-Gehalt (antioxidativ)
    • Glutamat-reich – natürlicher Geschmacksverstärker (Umami)
    • Lycopin wird durch Erhitzen besser verfügbar
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Lycopin wirkt antioxidativ und zellschützend (Prostata, Haut, Herz)
    • Kaliumreich unterstützt Blutdruckregulation
    • Kalorienarm (18 kcal/100 g) mit hohem Wassergehalt
    • Durch Erhitzen und Fett wird Lycopin besser bioverfügbar
    • B-Vitamine und Folsäure für Energie-Stoffwechsel

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Vollsonniger, warmer, windgeschützter, regengeschützter Standort
    • Humoser, nährstoffreicher, durchlässiger Boden
    • Stark düngen mit Kompost, Hornmehl, organischem Tomatendünger
    • Regelmäßig und gleichmäßig gießen, nicht auf die Blätter
    • Ausgeizen (Seitentriebe entfernen) bei Stabtomaten für größere Früchte
    • Mulchen hält Boden warm und feucht, beugt Krautfäule vor
    • Fruchtfolge: 4 Jahre Pause zu Nachtschattengewächsen
    • Mischkultur mit Basilikum, Petersilie, Sellerie
    • Krautfäule (Phytophthora): Tomatenhaus oder Regenschutzdach schützt

    Pflege

    • Vorkultur ab Februar/März im warmen Haus
    • Pflanzung ins Freiland nach den Eisheiligen (Mitte Mai)
    • Gewächshaus- und Folientunnelanbau für frühere und längere Ernte
    • Stäbe, Schnüre oder Tomatenringe als Stütze
    • Freilandsorten: frühe und mittlere Sorten, Gewächshaus: späte Sorten

    Erntezeitpunkt

    Zeit: Freiland: Juli bis Oktober (Hauptsaison August). Gewächshaus: Mai bis November.

    Tomaten sind reif, wenn sie sortentypisch gefärbt sind und sich leicht vom Kelch lösen. Mit Schere oder durch Abdrehen ernten – nicht reißen, sonst verletzt man die Pflanze. Vollreif geerntete Tomaten schmecken am besten. Grüne Tomaten am Saisonende können im Haus nachreifen (mit Äpfeln in Papier eingewickelt).

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Zimmertemperatur
    Haltbarkeit
    7 Tage

    Tipps

    • Reife Tomaten bei Raumtemperatur 3-5 Tage – niemals im Kühlschrank!
    • Kühlschrank zerstört Aroma und Textur (Kältebrand, mehliges Fleisch)
    • Unreife Tomaten bei Raumtemperatur 5-10 Tage nachreifen
    • Einzeln mit Stielansatz nach unten lagern
    • Getrocknet oder in Öl eingelegt Monate haltbar
    • Gekocht als Sauce eingefroren 12 Monate haltbar
    • Frische Tomaten nicht waschen vor Lagerung

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Tomate wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Warum darf man Tomaten nicht im Kühlschrank lagern?

    Unter 10 °C stoppt die Aromaentwicklung, und die Zellstrukturen der Tomate werden beschädigt. Das Ergebnis: mehliges, geschmackloses Fruchtfleisch. Tomaten sind subtropische Früchte und vertragen keine Kälte. Optimal: bei 12-18 °C lagern, Stielansatz nach unten, mit Abstand zueinander. Vor Genuss auf Raumtemperatur bringen – dann schmecken sie am intensivsten.

    Was ist der Unterschied zwischen Fleisch-, Cocktail- und Wildtomaten?

    Fleischtomaten (200-500 g): große, fleischige Sorten wie ‚Ochsenherz', ‚Marmande' – ideal gefüllt oder in Scheiben für Salat. Strauchtomaten (80-150 g): klassische Größe, gut zum Kochen und Rohverzehr. Cocktailtomaten (15-40 g): kleinere, knackige, süße Sorten wie ‚Cherry' – perfekt als Snack. Wildtomaten / Johannisbeertomaten (5-10 g): winzige, sehr süße, intensive Aromasorten – oft an Sträuchern oder als kletterarten.

    Wie wird aus rohem Lycopin bioverfügbares Lycopin?

    Lycopin ist ein fettlöslicher Farbstoff, der in rohen Tomaten nur begrenzt aufgenommen wird. Beim Erhitzen brechen die Zellwände auf, und in Kombination mit Fett (Olivenöl, Sahne) wird Lycopin deutlich besser bioverfügbar (3-10× mehr). Daher sind Tomatensoße, Ketchup, Tomatenmark und mediterrane Küche (Tomate + Olivenöl + Hitze) die effektivsten Lycopin-Quellen.

    Warum schmecken supermarktreife Tomaten oft fade?

    Industrielle Tomaten werden auf Haltbarkeit, Transportfähigkeit und einheitliches Aussehen gezüchtet, oft zu Lasten des Geschmacks. Außerdem werden sie unreif geerntet und reifen im Kühltransport nach – Aromastoffe entwickeln sich dann nicht mehr. Lösung: bei Bauernmärkten, Hofläden und regionalen Erzeugern kaufen, oder selbst anbauen. Sortenvielfalt und Baumreife machen den Geschmacksunterschied.

    Warum gibt es grüne, gelbe und schwarze Tomaten?

    Das ist keine Unreife, sondern Sortenmerkmal. Grüne Sorten wie ‚Green Zebra' bleiben auch reif grün-gelb gestreift und schmecken kräftig-säuerlich. Gelbe Sorten (‚Goldene Königin') sind süßer und milder, mit niedrigerem Säuregehalt – ideal für empfindliche Mägen. Schwarze/dunkle Sorten (‚Black Krim', ‚Kumato') haben intensive, umami-reiche Aromen durch zusätzliche Pigmente (Anthocyane). Die Sortenvielfalt alter Heirloom-Tomaten ist gigantisch.

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