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    Gemüse

    Steckrübe

    Robust und süßlich – die Steckrübe ist das Wintergemüse der alten deutschen Küche, das durch Frost noch aromatischer wird.

    Steckrübe – Gemüse aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Steckrübe hat in den Monaten Oktober, November Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager

    Die Steckrübe, auch Kohlrübe oder Bodenkohlrabi genannt, war über Jahrhunderte das Hauptgemüse der deutschen Winterküche – und geriet nach dem Zweiten Weltkrieg in Verruf, da sie als Hungernahrung (Steckrübenwinter 1916/17) galt. Heute erlebt sie ein verdientes Comeback in der Regionalküche. Ihr Geschmack ist mild-süßlich, leicht erdig und wird durch Frost noch intensiver – Kälte wandelt Stärke in Zucker um. Das gelbfleischige Innere eignet sich hervorragend für cremige Suppen, Stampf, Auflauf oder als Wintergemüse im Schmorbraten. In Schottland ist sie als 'Neeps' untrennbar mit Haggis verbunden. In Deutschland wird sie in Niedersachsen, Bayern und Sachsen traditionell angebaut.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Cremige Steckrübensuppe mit Kartoffeln
    • Steckrübenstampf (Neeps)
    • Winterauflauf mit Hack und Käse
    • Im Schmorbraten mitgaren
    • Gewürfelt als Wintergemüsepfanne
    • Püriert als feines Winterpüree

    Passt perfekt zu

    • Kartoffeln
    • Speck und Zwiebeln
    • Muskat und Butter
    • Senf
    • Rindfleisch und Lammfleisch
    • Thymian

    Eigenschaften

    • Frost verbessert den Geschmack durch Zuckerbildung
    • Sehr lagerfähig – mehrere Monate im kühlen Keller
    • Historisch wichtiges Wintergemüse der deutschen Küche
    • Gelbfleischig, mild-süßlich, kräftig-erdig
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Kalorienarm und sättigend durch Ballaststoffe
    • Vitamin C stärkt das Immunsystem wichtig im Winter
    • Kalium unterstützt Herzgesundheit und Blutdruckregulation
    • Senföle aus den Kreuzblütlern wirken antibakteriell

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Nicht zu früh säen – Hitze im Sommer führt zu Holzigkeit
    • Gleichmäßig gießen verhindert Aufplatzen
    • Frosthart bis -10 °C – im Boden überwintern lassen
    • Kohlhernie-Infektion durch fruchtwechsel vermeiden

    Pflege

    • Direktsaat oder Voranzucht ab Mai/Juni ins Freiland
    • Pflanzabstand 35-40 cm, Reihenabstand 40-50 cm
    • Langzeitkultivierung: Ernte ab Oktober
    • Im Boden überwintern möglich – bis März erntebar

    Erntezeitpunkt

    Zeit: Oktober bis März (frosthart im Boden)

    Steckrüben mit der Grabgabel lockern, wenn die Rüben gut ausgebildet sind (ab Oktober). Je nach Frostlage direkt im Boden lassen – Frost verbessert den Geschmack. Vor starkem Dauerfrost einlagern.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Vorratskammer
    Haltbarkeit
    120 Tage

    Tipps

    • Im kühlen Keller oder Vorratsraum (2-5 °C) mehrere Monate haltbar
    • Ganz und ungeschält lagern – mit Schale deutlich länger haltbar
    • Nach dem Schälen im Kühlschrank 1 Woche, eingepackt
    • Gekocht einfrieren als Püree oder Würfel – 6-8 Monate

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Steckrübe wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Wann hat Steckrübe Saison?

    Freiland-Steckrüben ab Oktober bis November, gelagert von Dezember bis März verfügbar. Typisches Herbst- und Wintergemüse.

    Macht Frost die Steckrübe wirklich besser?

    Ja. Kälte wandelt Stärke in Zucker um (sogenannte Stärke-Zucker-Umwandlung) – genau wie bei Rosenkohl oder Grünkohl. Nach dem ersten Frost schmecken Steckrüben merklich süßer und aromatischer.

    Wie unterscheidet sich Steckrübe von Kohlrabi?

    Kohlrabi wächst oberirdisch, ist zart und wird im Sommer geerntet. Steckrübe ist eine Kreuzung aus Kohl und Rübe, wächst im Boden, ist größer, gelbfleischig und typisch für den Winter. Beide gehören zu den Kreuzblütlern.

    Was ist der Steckrübenwinter?

    Der Steckrübenwinter 1916/17 war eine verheerende Hungersnot in Deutschland während des Ersten Weltkriegs. Die Steckrübe ersetzte als fast einziges verfügbares Nahrungsmittel Brot und Kartoffeln, was ihr einen schlechten Ruf einbrachte, den sie eigentlich nicht verdient.

    Kann man Steckrübe roh essen?

    Ja, fein geraspelt als Rohkost oder in dünne Scheiben geschnitten. Der Geschmack ist mild-süßlich und leicht pfeffrig. In Salaten mit Apfel und Walnuss kombiniert sehr gut.

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