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    Gemüse

    Spinat

    Klassisches Blattgemüse – eisenreich (wenn auch nicht so sehr, wie der Mythos glauben macht), vielseitig und saisonal von März bis November.

    Spinat – Gemüse aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Spinat hat in den Monaten März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager

    Der Spinat (Spinacia oleracea) gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und ist verwandt mit Mangold und Roter Bete. Ursprünglich aus Persien stammend, kam er über die Araber im Mittelalter nach Europa und ist heute eines der beliebtesten Blattgemüse weltweit. Unterschieden werden Frühlings- und Herbstspinat (zarte Blätter für Rohkost und kurze Garzeiten) sowie kräftiger Wintersonnenspinat (Lagersorten, winterhart, tiefgrüne, festere Blätter). Der legendäre „Eisen-Mythos" stammt aus einer fehlerhaften Kommatersetzung im 19. Jahrhundert – tatsächlich enthält Spinat etwa 3,6 mg Eisen pro 100 g, nicht 36 mg. Immer noch eine gute, aber nicht außergewöhnliche Quelle. Mehr beeindruckt er mit Vitamin K (Spitzenwert unter Gemüsen), Folsäure, Beta-Carotin und Magnesium. In der deutschen Küche klassisch als Rahmspinat, moderner als Baby-Spinat-Salat oder Shakshuka-Einlage.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Klassischer Rahmspinat mit Muskat
    • Baby-Spinat-Salat mit Ziegenkäse, Walnüssen, Birne
    • Spinat-Lasagne und -Cannelloni
    • Spanakopita (griechische Spinattarte mit Feta)
    • Shakshuka oder indische Palak Paneer
    • Grüne Smoothies mit Apfel, Banane
    • Spinat-Knödel (tirolerisch)
    • Auf Pizza Bianca mit Eier und Mozzarella
    • Als grüne Basis für Bowls

    Passt perfekt zu

    • Muskat und Pfeffer
    • Knoblauch und Schalotten
    • Sahne, Saure Sahne, Ricotta
    • Feta, Parmesan, Ziegenkäse
    • Ei (Spiegelei, Rührei, pochiert)
    • Pinienkerne, Walnüsse, Rosinen
    • Zitrone und Parmesan
    • Kartoffeln und Lachs

    Eigenschaften

    • Frühjahr- und Herbstspinat (zart) vs. Wintersorten (kräftig)
    • Außergewöhnlich viel Vitamin K
    • Enthält Oxalsäure – hemmt Eisen- und Kalziumaufnahme
    • Schosst bei Hitze schnell – Sommer-Pause
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Extrem hoher Vitamin-K-Gehalt für Blutgerinnung und Knochen
    • Folsäure-Reich wichtig in Schwangerschaft
    • Lutein und Zeaxanthin unterstützen Sehkraft
    • Moderate Eisenquelle (3,6 mg/100 g) in Kombination mit Vitamin C gut verfügbar
    • Kalorienarm (17 kcal/100 g) bei hohem Sättigungswert

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Halbschattiger bis sonniger Standort
    • Humoser, tiefgründiger, feuchter Boden
    • Gleichmäßig gießen – Trockenstress bringt zum Schossen
    • Schoßfeste Sommersorten bei Hitze bevorzugen (oder pausieren)
    • Wintersorten vertragen Frost bis -10 °C (z. B. ‚Matador', ‚Verdil')
    • Erdflöhe sind Hauptschädling – Kulturschutznetz
    • Als Zwischenkultur nach frühen Erbsen, Salat
    • Fruchtfolge: 3-4 Jahre Pause zu anderen Blattgemüsen

    Pflege

    • Frühjahrssaat ab März direkt ins Freiland
    • Herbstsaat August/September für Wintersorten
    • Satzaussaat alle 2-3 Wochen
    • Gewächshauskultur Dezember bis Februar
    • Keine Aussaat im Hochsommer (Juli/August) – schosst zu schnell

    Erntezeitpunkt

    Zeit: Frühjahr: März-Juni. Herbst: September-November. Winter (Wintersorten): Oktober-März im Freiland.

    Äußere Blätter pflücken oder ganze Rosette knapp über dem Boden abschneiden. Frühe Baby-Leaves (Babyspinat) bei 10-15 cm Blattlänge ernten. Vor dem Schossen ernten – dann wird er zäh und bitter. Frühmorgens ernten für höchste Qualität.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Kühlschrank
    Haltbarkeit
    3 Tage

    Tipps

    • Frisch verzehren – maximal 2-3 Tage im Kühlschrank
    • Ungewaschen in feuchtem Tuch oder Salat-Dose
    • Gründlich waschen (oft sandig) – am besten in mehreren Wasserbädern
    • Einfrieren (nach Blanchieren 1-2 Min) – 10 Monate haltbar
    • Gekocht eingefroren als Portionen – ideal für Quiches, Lasagne
    • Reste 1-2 Tage im Kühlschrank, schnell abkühlen
    • Welke Blätter in eiskaltem Wasser auffrischen

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Spinat wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Ist der Eisen-Mythos bei Spinat wirklich falsch?

    Ja – einer der berühmtesten Ernährungsmythen: Angeblich soll um 1900 ein Kommafehler (3,6 mg → 36 mg Eisen pro 100 g) den Mythos des „Eisen-Spinats" ausgelöst haben. Popeye verfestigte das. Tatsächlich enthält Spinat etwa 3,6 mg Eisen pro 100 g – ordentlich, aber keineswegs außergewöhnlich. Zudem ist das Eisen durch Oxalsäure nur begrenzt verfügbar. Besserer Eisenlieferant: Hülsenfrüchte, Vollkorn, rotes Fleisch.

    Darf man Spinat aufwärmen?

    Ja – heute anders eingestuft als vor Jahrzehnten. Der Grund des alten Verbots: Spinat enthält Nitrat, das bei langer, warmer Lagerung zu Nitrit wird (mit Bakterieneinfluss). Nitrit kann bei Säuglingen zu Sauerstoffmangel führen. Für Erwachsene und ältere Kinder ist das Aufwärmen unbedenklich – wichtig: zügig nach dem Kochen abkühlen, im Kühlschrank lagern und nur einmal aufwärmen. Unter 1 Jahr keinen Spinat aufgewärmt servieren.

    Was ist der Unterschied zwischen Blattspinat, Wurzelspinat und Baby-Spinat?

    Blattspinat: traditionelle Form mit großen ausgewachsenen Blättern (5-15 cm) – klassisch für Rahmspinat, Eintöpfe, Füllungen. Wurzelspinat: ganze junge Pflanzen mit Wurzel geerntet – intensiver im Aroma, wird seltener gefunden. Baby-Spinat (Babyleaf): jung geerntete, zarte Blätter (3-8 cm) – perfekt roh im Salat. In Deutschland ist Blattspinat am gängigsten, Baby-Spinat zunehmend im Trend.

    Spinat roh oder gekocht gesünder?

    Beide Zubereitungen haben Vorteile. Roh: höherer Vitamin-C-Gehalt, alle hitzeempfindlichen Nährstoffe erhalten. Gekocht: Oxalsäure reduziert (ein Teil landet im Kochwasser), Calcium und Eisen werden besser verfügbar, Beta-Carotin besser aufgenommen (fettlöslich). Ideal: Abwechslung – roh als Salat und gekocht als Gemüse. Beim Kochen kurz dünsten, nicht ertränken, Wasser wegschütten.

    Wie vermeide ich, dass Spinat bitter wird?

    Bitterer Spinat entsteht durch Hitze, Trockenheit oder zu spätes Ernten (nach dem Schossen). Im Handel: junge, hellgrüne Blätter wählen, keine dickblättrigen alten. Im Garten: vor der Blüte ernten, gleichmäßig gießen, halbschattig ziehen. Beim Kochen: kurz in gesalzenem, kochendem Wasser 1-2 Min blanchieren, sofort in Eiswasser – erhält Farbe und reduziert Bitternoten.

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