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    Gemüse

    Sellerie (Knolle)

    Kraftvoll-würzige Knolle – Basis für Eintopf, Suppen und das Pariser Remoulade-Carpaccio. Ein echtes Küchen-Multitalent.

    Sellerie (Knolle) – Gemüse aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Sellerie (Knolle) hat in den Monaten August, September, Oktober, November Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager

    Der Knollensellerie (Apium graveolens var. rapaceum) ist die knollige Zuchtform des Wildsellerie und eine Säule der mitteleuropäischen Küche. Seine faustgroße, knorrig-raue Knolle mit cremeweißem Fruchtfleisch liefert das charakteristische Sellerie-Aroma – intensiv würzig, leicht erdig, unverwechselbar. Klassisch bildet er zusammen mit Möhre, Lauch und Petersilienwurzel das „Suppengrün" und ist Grundlage jeder Brühe. Moderne Küchen nutzen ihn als Sellerie-Carpaccio, geröstet als Beilage, als Püree zu Fisch, in Remoulade oder als Hauptzutat in einem vegetarischen Wellington. Auch die Blätter sind eine Delikatesse – intensive Kräuternote wie Petersilie plus Sellerie. In Deutschland wächst Knollensellerie ganzjährig im Angebot: Haupterntesaison ist September bis November, als Lagerware hält er sich bis Mai. Ernährungsphysiologisch glänzt er mit viel Kalium, Vitamin K und sekundären Pflanzenstoffen (Apiol, Apigenin).

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Suppengrün (mit Möhre, Lauch und Petersilienwurzel)
    • Sellerie-Carpaccio mit Apfel und Walnüssen
    • Sellerie-Remoulade (französischer Klassiker)
    • Cremige Selleriesuppe mit Pilzen
    • Sellerie-Püree als Beilage zu Fisch und Braten
    • Gerösteter Sellerie mit Thymian und Olivenöl
    • Sellerie-Schnitzel paniert (vegetarisches Schnitzel)
    • Sellerie-Steaks als pflanzliches Hauptgericht
    • Sellerie-Waldorf-Salat (mit Apfel und Mayo)

    Passt perfekt zu

    • Möhre und Lauch (Suppengrün)
    • Apfel und Walnuss (Waldorf-Salat)
    • Petersilie und Liebstöckel
    • Muskat und Piment
    • Butter und Sahne
    • Fisch (Kabeljau, Forelle)
    • Rind und Huhn (Brühen, Eintöpfe)
    • Zitrone und Senf

    Eigenschaften

    • Intensiv würzig-erdiges Aroma
    • Knolle und Blätter (Sellerie-Kraut) beide nutzbar
    • Kalorienarm (30 kcal/100 g) und sehr sättigend
    • Enthält Apiol und Apigenin – entzündungshemmend
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Ballaststoffreich (4,2 g/100 g) fördert Verdauung
    • Kaliumreich unterstützt Blutdruck und Herz
    • Enthält Apigenin und Luteolin entzündungshemmende Flavonoide
    • Natriumarm gut für salzbewusste Ernährung
    • Traditionell verwendet bei Rheuma und Gicht (entwässernd)

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Sonniger Standort, tiefgründiger, humoser, durchlässiger Boden
    • Ausreichende Stickstoff- und Kaliumversorgung
    • Regelmäßig und gleichmäßig gießen – Trockenheit macht faserig
    • Ab August Blätter teilweise entfernen für größere Knollen
    • Knolle bei Ernte nicht ganz aus dem Boden freilegen – sonst platzt sie
    • Fruchtfolge: 3-4 Jahre Pause zu Doldenblütlern (Möhre, Pastinake)
    • Mischkultur mit Kohl, Tomaten, Porree
    • Vor dem ersten Frost ernten (frosthart nur bis -2 °C)

    Pflege

    • Vorkultur ab Februar im Gewächshaus – lange Jugendphase
    • Pflanzung ins Freiland ab Mitte Mai
    • Pflanzabstand 30-40 cm
    • Lange Kulturdauer (5-6 Monate) – später Reifebeginn
    • Mittel- bis Starkzehrer

    Erntezeitpunkt

    Zeit: September bis November im Freiland. Als Lagerware bis Mai.

    Knolle mit Spaten oder Grabegabel ausheben, Kraut kurz über der Knolle abschneiden. Äußere schmutzige Schalen entfernen. Vor Lagerung kurz trocknen lassen, dann in feuchten Sand oder ins Gemüsefach. Frisch geerntete Knollen sind leicht aromatischer als Lagerware.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Vorratskammer
    Haltbarkeit
    60 Tage

    Tipps

    • Ganze Knollen im kühlen Keller 2-3 Monate haltbar
    • Im Gemüsefach des Kühlschranks 3-4 Wochen
    • Blätter vor Lagerung abschneiden – ziehen Wasser aus der Knolle
    • Blätter separat wie Petersilie verwenden
    • Angeschnitten in Folie 1 Woche haltbar
    • Gekocht eingefroren (püriert oder gewürfelt) 10 Monate haltbar
    • Im Erdkeller oder Sandkiste auch bis 5 Monate

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Sellerie (Knolle) wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Was ist der Unterschied zwischen Knollen-, Stauden- und Schnittsellerie?

    Knollensellerie bildet die charakteristische Wurzelknolle, die verwendet wird. Staudensellerie (Bleichsellerie) wird für seine knackigen, langen Stiele gezogen – Blätter und Knolle werden nicht genutzt. Schnittsellerie hat viele zarte, aromatische Blätter wie Petersilie – wird als Kraut verwendet. Alle drei sind Varietäten derselben Art, unterscheiden sich aber in Form und Verwendung.

    Wie macht man Sellerie-Remoulade?

    Französischer Klassiker: 400 g geschälten Knollensellerie in feine Julienne schneiden oder grob raspeln. Mit 2 EL Zitronensaft beträufeln (verhindert Bräunen). Mit 100 g Mayonnaise, 1 EL Senf, 1 TL Weißweinessig, Salz und Pfeffer mischen. Mindestens 30 Min ziehen lassen. Klassisch zu Fisch, Roastbeef oder auf Bagett mit Räucherlachs.

    Kann man Sellerieblätter essen?

    Unbedingt! Die Blätter haben den intensivsten Geschmack der ganzen Pflanze – wie eine Mischung aus Petersilie und Sellerie. Perfekt für Suppen, Brühen, in Pesto, gehackt über Suppen und Salate. Oft werden sie wegen der Sellerie-Allergenproblematik entfernt, für Nicht-Allergiker sind sie aber eine kulinarische Goldgrube. Im Tiefkühler halten sie monatelang.

    Warum löst Sellerie so oft Allergien aus?

    Sellerie enthält bestimmte Proteine (insbesondere Profiline und Lipid-Transfer-Proteine), die strukturell Pollen aus Beifuß ähneln. Wer gegen Beifußpollen allergisch ist, reagiert oft auch auf Sellerie (Kreuzallergie). Die Reaktionen können von Mund-Rachen-Juckreiz bis zu schwerem anaphylaktischem Schock reichen. Sellerie bleibt auch beim Kochen und in getrockneter Form (Suppengewürz, Brühwürfel) allergen – daher die Kennzeichnungspflicht.

    Was ist die beste Zubereitung für Knollensellerie?

    Das hängt vom gewünschten Geschmack ab. Für intensiv-erdigen Geschmack: im Ofen rösten (200 °C, 45-60 Min ganze Knolle in Folie oder Salz-Kruste) oder Suppe. Für mild-cremigen Genuss: püriert mit etwas Butter und Sahne. Für knackige Textur: roh als Carpaccio oder Remoulade. Als Schnitzel: dicke Scheiben, panieren und braten. Klassische Brühe: als Teil vom Suppengrün mit auskochen.

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