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    Salate

    Rucola

    Pfeffrig-scharfer Salat aus dem Mittelmeerraum – Pizza-Topping, Pesto-Basis und kräftige Komponente moderner Bowls.

    Rucola – Salate aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Rucola hat in den Monaten März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager

    Rucola (Eruca sativa, Kulturrauke; bzw. Diplotaxis tenuifolia, Wilde Rauke) gehört botanisch zu den Kreuzblütlern und ist damit eng verwandt mit Senf, Kresse und Radieschen. Der charakteristische pfeffrig-scharfe Geschmack stammt von Senfölglykosiden (Glucosinolaten), die beim Kauen freigesetzt werden. Unterschieden werden die mildere, breitblättrige Kultur-Rauke (Eruca sativa – schnell wachsend, milder, süßlicher) und die kräftigere, feinblättrige Wilde Rauke (Diplotaxis tenuifolia – langlebiger, schärfer, aromatischer). Seit den 1990er Jahren hat Rucola die deutsche Salatkultur erobert – als Pizza-Topping, in Carpaccio-Klassikern, als Pesto-Alternative zum Basilikum und in modernen Bowls. In Deutschland ist er dank Gewächshausanbau fast ganzjährig erhältlich, Freilandsaison ist von Mai bis Oktober. Kleine Blätter (Baby-Rucola) sind milder und besonders beliebt in Salatmischungen.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Klassiker auf Pizza und Flammkuchen (nach dem Backen!)
    • Rucola-Pesto mit Parmesan und Pinienkernen
    • Italienisches Carpaccio mit Parmesanhobel
    • Salat mit Cherrytomaten, Mozzarella und Balsamico
    • Pasta-Topping nach Abschluss (z. B. mit Knoblauchöl)
    • Wraps und Sandwiches mit Mozzarella und Avocado
    • Warmer Kartoffelsalat mit Rucola
    • Green Smoothie mit Apfel und Zitrone

    Passt perfekt zu

    • Parmesan, Pecorino, Büffelmozzarella
    • Balsamico-Reduktion und Olivenöl
    • Zitrone und Zitronenöl
    • Pinienkerne und Walnüsse
    • Cherrytomaten und Kirschtomaten
    • Prosciutto und Bresaola
    • Pilze (Champignons, Pfifferlinge)
    • Erdbeeren und Birnen

    Eigenschaften

    • Pfeffrig-scharfer Geschmack durch Senfölglykoside
    • Kultur-Rauke (breitblättrig, mild) vs. Wilde Rauke (feinblättrig, kräftig)
    • Außergewöhnlich hoher Calciumgehalt (160 mg/100 g)
    • Nitrat-Gehalt relativ hoch – kaum gebraucht
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Hoher Calciumgehalt (160 mg/100 g) für Veganer wichtige Quelle
    • Eisenreich (1,5 mg/100 g), in Kombination mit Vitamin C gut verwertbar
    • Glucosinolate wirken zellschützend und entzündungshemmend
    • Folsäure-Reich wichtig in Schwangerschaft
    • Kalorienarm (25 kcal/100 g)

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Halbschattiger Standort bevorzugt – direkte Sonne lässt ihn schossen
    • Gleichmäßig feuchter, humoser Boden
    • Bei Hitze viel gießen und beschatten
    • Bei Sommerhitze werden Blätter bitter und scharf
    • Erdflöhe sind Hauptschädling – Kulturschutznetz hilft
    • Nach dem Schossen (Blüte) bitter und zäh – dann nicht mehr ernten
    • Wilde Rauke als Staude im Kräutergarten: langlebig, frosthart
    • Bodenvorbereitung ohne frischen Mist (Nitrat-Reduktion)

    Pflege

    • Direktsaat ab März im Freiland, ab Februar im Gewächshaus
    • Satzaussaat alle 2-3 Wochen für kontinuierliche Ernte
    • Kultur-Rauke schnell (3-4 Wochen bis Ernte)
    • Wilde Rauke mehrjährig, schneidet nach (mehrfach ernten)
    • Herbst- und Überwinterungsaussaat möglich

    Erntezeitpunkt

    Zeit: Freiland: Mai-Oktober. Gewächshaus: ganzjährig. Wilde Rauke aus Staude: März-November.

    Ernte mit Schere oder Messer ca. 3 cm über dem Boden – wächst 2-3 Mal nach. Einzelne Blätter abzupfen möglich. Jung (5-12 cm) ernten für Baby-Rucola, älter für intensives Aroma. Frühmorgens pflücken für höchste Frische.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Kühlschrank
    Haltbarkeit
    3 Tage

    Tipps

    • Im Gemüsefach 2-4 Tage haltbar – nicht sehr lange
    • In luftdichter Dose mit Küchenpapier hält länger
    • Ungewaschen länger haltbar, vor Verzehr waschen
    • Welke Blätter 5 Min in eiskaltem Wasser auffrischen
    • Nicht einfrieren als Rohkost – für Pesto aber gut
    • Rucola-Pesto im Kühlschrank (mit Ölschicht bedeckt) 1-2 Wochen haltbar
    • Im Glas eingefroren 6 Monate

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Rucola wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Wann hat Rucola Saison?

    Freilandsaison ist von Mai bis Oktober. Aus Gewächshaus- und Folientunnelanbau in Deutschland ist er praktisch ganzjährig erhältlich. Im Winter stammt frische Ware häufig aus dem Mittelmeerraum (Italien, Spanien). Rucola wächst schnell – bei Satzaussaat alle 2-3 Wochen hat man fast immer frische Ernte.

    Was ist der Unterschied zwischen Rucola und Wilder Rauke?

    Kultur-Rucola (Eruca sativa) hat größere, breitere, tief gefiederte Blätter, ist schnell wachsend, mild bis mittelscharf. Wilde Rauke (Diplotaxis tenuifolia) hat feinere, längere Blätter mit dünneren Stielen, ist deutlich schärfer und intensiver im Aroma. Im Handel wird oft nicht klar unterschieden – „Wilder Rucola" ist meist Diplotaxis. Beide lassen sich in Rezepten austauschen.

    Warum schmeckt Rucola manchmal bitter?

    Bittere Schärfe kommt durch Hitze, Trockenheit oder zu spätes Ernten (nach der Blüte). Im Hochsommer schosst Rucola schnell und wird bitter-scharf. Tipps: junge Blätter vor der Blüte ernten, gleichmäßig gießen, Halbschatten bevorzugen. Bittere Blätter werden milder beim kurzen Anbraten oder Kombinieren mit süßen Zutaten (Birne, Feigen, Balsamico-Reduktion).

    Warum Rucola erst nach dem Backen auf die Pizza?

    Rucola ist hitzeempfindlich – bei Temperaturen über 60 °C verliert er seine Farbe, Aroma und Knackigkeit. Auf heiße Pizza gelegt welkt er sofort und schmeckt nur noch nach Kohl. Klassisch in der Pizzeria: fertig gebackene Pizza aus dem Ofen holen, dann frisch gewaschener Rucola, ein paar Tropfen Olivenöl und Parmesanhobel drauf. Die Wärme der Pizza macht ihn angenehm weich.

    Wie macht man Rucola-Pesto?

    100 g Rucola, 50 g Parmesan (gerieben), 50 g Pinienkerne (leicht geröstet), 1 Knoblauchzehe, 150 ml Olivenöl, Salz, Pfeffer, etwas Zitronensaft – alles im Mixer grob pürieren. In Glas abfüllen, Oberfläche mit Olivenöl bedecken. 1-2 Wochen im Kühlschrank haltbar. Perfekt zu Pasta, auf Crostini, als Dip oder zu gegrilltem Gemüse und Fleisch.

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