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    Salate

    Chicorée

    Zarter Wintersalat mit feiner Bitterkeit – durch Treiberei entstehen die weißen Zapfen von Oktober bis März.

    Chicorée – Salate aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Chicorée hat aktuell keine ausgewiesene regionale Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager
    • Import

    Chicorée ist ein Paradebeispiel für eine raffinierte Gärtnertechnik: Die Pflanze wird in zwei Schritten kultiviert. Im Sommer wächst die Zichorie (Cichorium intybus) im Boden und bildet eine kräftige Wurzel. Diese wird im Herbst ausgegraben, in dunkle, temperierte Treibkammern gebracht – und in 3-4 Wochen treiben die weißlichen, zarten Blätterzapfen aus. Licht und Sauerstoff würden Bitterkeit und Grünfärbung auslösen – deshalb wächst Chicorée im Dunkeln. Das Ergebnis: ein milderer, leicht bitter-nussiger Wintersalat. Sein bitterer Wirkstoff Intybín regt die Leber und die Gallenproduktion an. Klassisch als Salat mit Orangen und Walnüssen, aber auch warm gebraten oder überbacken ist Chicorée ein winterlicher Genuss.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Klassischer Chicoréesalat mit Orangen und Walnüssen
    • In Butter angebraten als Gemüsebeilage
    • Überbacken mit Käse (au gratin)
    • Mit Schinken gewickelt und überbacken
    • In Suppen als Wintergemüse
    • Roh als knackige Salatblätter für Dips

    Passt perfekt zu

    • Orange oder Grapefruit
    • Walnuss und Roquefort
    • Speck und Schinken
    • Butter und Zitrone
    • Sahne und Gruyère

    Eigenschaften

    • Treiberei im Dunkeln – Bitterkeit und Farbe durch Lichtausschluss kontrolliert
    • Intybín als bitterer Wirkstoff regt Leber und Galle an
    • Kalorienärmstes Wintergemüse
    • Warm wie kalt verwendbar
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Intybín regt Leber- und Gallenfunktion an unterstützt Fettstoffwechsel
    • Sehr kalorienarm und sättigend
    • Inulin als präbiotischer Ballaststoff fördert Darmgesundheit
    • Vitamin K wichtig für Blutgerinnung und Knochengesundheit

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Hobbygärtner können Wurzeln im Keller in Kisten mit Erde treiben
    • Vollständige Dunkelheit wichtig – Licht erzeugt Grün und mehr Bitterstoffe
    • Gleichmäßige Temperatur und Feuchtigkeit halten
    • Nach dem Treiben: neue Triebe brechen erneut aus der Wurzel

    Pflege

    • Zichorienaussaat im Freiland Mai/Juni
    • Wurzeln im Oktober/November ausgraben
    • Treiberei in dunklen, temperierten Räumen (12-17 °C)
    • Treibzeit 3-4 Wochen bis zur Ernte der Zapfen

    Erntezeitpunkt

    Zeit: Oktober bis März (Treiberei-Produktion)

    Zapfen knapp über der Wurzel abschneiden, wenn sie 15-20 cm lang, fest und kompakt sind. Bei Lichteinfall verfärben sich die Blattspitzen grün und die Bitterkeit steigt.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Kühlschrank
    Haltbarkeit
    5 Tage

    Tipps

    • Im Kühlschrank dunkel lagern – Licht fördert Grünfärbung und Bitterkeit
    • In Zeitungspapier einwickeln schützt vor Licht
    • Anschnittsfläche nicht zu früh freilegen
    • Nicht waschen vor der Lagerung

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Chicorée wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Warum ist Chicorée so bitter?

    Der Bitterstoff Intybín (Lactucopikrin) ist natürlich in der Zichorienpflanze enthalten. Durch die Treiberei im Dunkeln wird er auf ein erträgliches Niveau reduziert. Der Strunk enthält die meisten Bitterstoffe – wer weniger Bitterkeit möchte, schneidet ihn keilförmig heraus.

    Wann hat Chicorée Saison?

    Heimischer Chicorée ist von Oktober bis März erhältlich – ein echter Wintersalat. Die Produktion läuft ganzjährig in kontrollierten Treibkammern, im Winter stammt er aber überwiegend aus deutschem und belgischem Anbau.

    Kann man Chicorée warm zubereiten?

    Ja, in Butter angebraten oder gedünstet verliert er die Bitterkeit und wird mild-karamellig. Klassisch überbacken mit Schinken und Sahne-Käse-Sauce oder in Scheiben in der Pfanne angebraten.

    Warum darf Chicorée nicht im Licht gelagert werden?

    Licht aktiviert die Chlorophyll-Produktion und erhöht die Bitterkeit. Die Blätterspitzen werden grün und hart. Deshalb Chicorée immer dunkel lagern – in Zeitungspapier oder im dunklen Kühlschrank.

    Ist Chicorée dasselbe wie Radicchio?

    Nein. Beides sind Zichoriengewächse mit Bitterstoffen, aber verschieden. Chicorée wird weiß-blass durch Treiberei im Dunkeln. Radicchio ist eine rot-weiße Zichorienvarietät, die im Freien wächst und intensiver bitter ist.

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