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    Gemüse

    Rosenkohl

    Winterklassiker aus Belgien – nussig-süßlicher Mini-Kohl, nach dem Frost besonders aromatisch, voller Vitamin C.

    Rosenkohl – Gemüse aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Rosenkohl hat in den Monaten Januar, Februar, Oktober, November, Dezember Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager

    Rosenkohl (Brassica oleracea var. gemmifera) entstand erst im 16. Jahrhundert in der Gegend von Brüssel – daher die englische Bezeichnung „Brussels Sprouts". Die etwa 2-4 cm großen, kugeligen Blattknospen wachsen dicht an einem bis zu 70 cm hohen Stängel – eine kulinarische Sensation, wenn man die ganze Pflanze beim Erzeuger erstehen kann. Rosenkohl ist eng verwandt mit Weiß- und Grünkohl, konzentriert aber in seinen Miniköpfen überdurchschnittlich viele Nährstoffe: mehr Vitamin C als Orangen (110 mg/100 g), reichlich Vitamin K, Folsäure, Eisen und sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Glucosinolate. Typisch deutsche Zubereitung ist der klassische Beilagenrosenkohl, modern hat er ein Comeback als ofengeröstetes Gemüse mit karamellisierter Hülle erlebt. Die Saison startet Anfang Oktober und läuft bis Februar – wie beim Grünkohl gilt: je kälter, desto süßer.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Klassische Beilage in Butter mit Muskat geschwenkt
    • Geröstet im Ofen mit Speck und Ahornsirup
    • Rosenkohl-Auflauf mit Sahne und Käse
    • Rosenkohl-Suppe mit Kartoffeln
    • Asian-Style Stir-fry mit Sesam und Chili
    • Rosenkohl-Caesar-Salat mit rohen Rosenkohl-Streifen
    • Zu Kassler, Ente oder Weihnachtsgans
    • Mit Maronen und Cranberries zu Wild

    Passt perfekt zu

    • Speck und Pancetta
    • Maroni und Walnüsse
    • Muskat und Kreuzkümmel
    • Butter und Sahne
    • Ahornsirup und Honig
    • Zitrone und Balsamico
    • Parmesan und Pecorino
    • Ente und Wild (Reh, Hase)

    Eigenschaften

    • Wird nach Frost deutlich süßer
    • Wächst an 50-70 cm hohen Stängeln
    • Mehr Vitamin C als Orangen
    • Glucosinolate wirken zellschützend
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Sehr hoher Vitamin-C-Gehalt stärkt das Immunsystem im Winter
    • Folsäure-Reichtum wichtig in Schwangerschaft
    • Glucosinolate wirken zellschützend und entzündungshemmend
    • Ballaststoffe unterstützen die Verdauung (4,4 g/100 g)
    • Eisenreich bei niedrigem Kaloriengehalt

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Sonniger Standort mit nährstoffreichem, kalkhaltigem Boden
    • Starkzehrer – mit Kompost oder Hornspänen gut vorbereiten
    • Pflanzen festtreten bzw. anhäufeln, damit sie nicht umkippen
    • Regelmäßig gießen, besonders im Sommer
    • Spitze nicht vor September entfernen (fördert erst dann die Röschen-Bildung)
    • Gegen Kohlweißling mit Kulturschutznetz
    • Nach erstem Frost ernten – der Geschmack wird süßer und milder
    • Frosthart bis -10 °C – kann den Winter über im Beet bleiben

    Pflege

    • Vorkultur ab April in Anzuchttöpfen
    • Pflanzung ins Freiland ab Mitte Mai
    • Pflanzabstand 50-60 cm – braucht Platz
    • Lange Kulturdauer (6-7 Monate)
    • Als Nachkultur nach frühem Gemüse möglich

    Erntezeitpunkt

    Zeit: Oktober bis Februar, Hauptsaison November-Januar. Ernte beginnt von unten nach oben am Stängel.

    Röschen von unten nach oben am Stängel mit Daumen und Zeigefinger abdrehen oder mit Messer abschneiden. Untere, reifere Röschen zuerst ernten – obere reifen nach. Alternativ ganze Pflanze am Stück ernten und im kühlen Keller lagern. Zum Verarbeiten: welke äußere Blätter entfernen, Strunk kreuzweise einschneiden.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Kühlschrank
    Haltbarkeit
    14 Tage

    Tipps

    • Im Gemüsefach 1-2 Wochen haltbar
    • Am Stängel gekauft: am kühlen Ort im Keller bis zu 3 Wochen
    • Vor Lagerung nicht waschen
    • Einfrieren nach Blanchieren (3 Min) – 10-12 Monate haltbar
    • Frosthart – kann bis -10 °C im Beet stehenbleiben
    • Gekocht im Kühlschrank 2-3 Tage haltbar

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Rosenkohl wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Warum schmeckt Rosenkohl oft bitter?

    Bitter wird Rosenkohl durch zu langes Kochen (Glucosinolate werden zu Bitterstoffen), vor dem Frost geernteter Rosenkohl enthält noch mehr Bitterstoffe, und auch einige ältere Sorten. Tricks gegen Bitterkeit: 1) erst nach dem ersten Frost ernten oder kaufen, 2) kurz garen (max. 10 Min), 3) Rösten statt kochen – karamellisiert die natürlichen Zucker, 4) Strunk kreuzweise einschneiden für gleichmäßigeres Garen.

    Kann man Rosenkohl roh essen?

    Ja. In der amerikanischen Food-Szene sehr beliebt: Rosenkohl in feine Streifen hobeln (wie Weißkohl), mit Zitronensaft, Öl und Salz massieren – wird mild und knackig. Dazu Pecorino, Pinienkerne, Cranberries oder Ahornsirup-Senf-Dressing. Ein Rosenkohl-Caesar-Salat ist ein moderner Winterklassiker.

    Warum riecht Rosenkohl beim Kochen so intensiv?

    Der typische „Kohlgeruch" entsteht durch schwefelhaltige Verbindungen (Glucosinolate), die beim langen Kochen zu flüchtigen Schwefelverbindungen abgebaut werden. Tipps für weniger Geruch: kurz kochen (max. 8-10 Min), bissfest lassen, mit Deckel halb offen kochen, ein Stück Brot oder Lorbeerblatt ins Kochwasser geben. Rösten im Ofen erzeugt viel weniger Geruch als Kochen.

    Wann hat Rosenkohl in Deutschland Saison?

    Die Saison beginnt ab Oktober und läuft bis Februar/März. Im Handel sind die ersten deutschen Rosenkohl-Röschen meist Ende September/Anfang Oktober zu finden, Hauptsaison ist November bis Januar. Nach dem ersten Frost schmeckt er milder und süßer. Außerhalb der Saison kommt Rosenkohl meist aus den Niederlanden oder Belgien.

    Kann ich Rosenkohl am Stängel kaufen?

    Ja, das ist kulinarisch und optisch etwas Besonderes – auf Wochenmärkten, in Hofläden und zunehmend auch in guten Supermärkten erhältlich (besonders zur Weihnachtszeit). Der ganze Stängel lässt sich perfekt als Mittelpunkt des Esstisches inszenieren (Gast darf selbst Röschen abknipsen) oder als Ganzes im Ofen rösten. Hält sich deutlich länger als einzelne Röschen.

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