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    Gemüse

    Radieschen

    Knackig-scharfes Frühlingsgemüse – klein, rot und schnell gewachsen. Roh im Brot, Salat oder als Snack.

    Radieschen – Gemüse aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Radieschen hat in den Monaten März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager

    Radieschen (Raphanus sativus var. sativus) sind die kleinen, schnell gewachsenen Verwandten des Rettichs und gehören zur Kreuzblütler-Familie. In Deutschland sind sie der Klassiker unter den Frühlingsgemüsen: kaum ein Gartensalat oder Abendbrot kommt ohne die feuerroten, mildscharfen Knollen aus. Die charakteristische Schärfe stammt von Senfölglykosiden (Glucosinolaten), die beim Zerkleinern freigesetzt werden und der Pflanze als Fraßschutz dienen – im Menschen wirken sie antibakteriell und krebshemmend. Neben den klassischen roten Radieschen gibt es weiße, gelbe, violette und zweifarbige Sorten (z. B. ‚French Breakfast' – rot mit weißer Spitze). Anbauzeit nur 4-6 Wochen von der Saat bis zur Ernte macht sie zum idealen Einsteigergemüse. Dank Satzaussaat und Gewächshausproduktion ist die Saison in Deutschland von März bis November durchgängig.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Klassisch auf Brot mit Butter und Schnittlauch
    • Im gemischten Salat mit Gurke und Tomate
    • Radieschen-Quark als Brotaufstrich
    • Salat mit Blattsalaten, Radieschen und Joghurt-Dressing
    • Eingelegt süß-sauer als Snack
    • Asiatisch: in Streifen zu Sushi und Bowls
    • Radieschenblätter als Pesto oder in Suppen
    • Gegrillt oder geröstet – süßer als erwartet
    • Carpaccio: hauchdünn gehobelt mit Zitrone und Meersalz

    Passt perfekt zu

    • Butter und Salz (klassisch)
    • Schnittlauch und Kresse
    • Quark und Frischkäse
    • Gurke und Tomate
    • Avocado
    • Ei (hart gekocht oder pochiert)
    • Sauerteigbrot und dunkles Brot
    • Zitrone und Olivenöl

    Eigenschaften

    • Schärfe durch Senfölglykoside (Glucosinolate)
    • Knollen rot, weiß, gelb, violett oder bunt gezüchtet
    • Blätter sind essbar – wie Kresse oder Rucola
    • Sehr schnelles Gemüse – 4-6 Wochen von Aussaat bis Ernte
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Senfölglykoside wirken antibakteriell, leberunterstützend und antioxidativ
    • Hoher Vitamin-C-Gehalt stärkt das Immunsystem
    • Ballaststoffe fördern Verdauung und Sättigung
    • Sehr kalorienarm (16 kcal/100 g)
    • Blätter enthalten 6x mehr Vitamin C als die Knolle!

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Sonniger bis halbschattiger Standort, lockerer Boden
    • Gleichmäßig gießen – Trockenstress macht scharf und holzig
    • Bei Hitze beschatten, sonst werden die Radieschen bitter und schossen
    • Erdflöhe sind Hauptschädling – Kulturschutznetz hilft
    • Nicht zu dicht säen – sonst bleiben die Knollen klein
    • Mischkultur mit Möhren, Salat, Erbsen
    • Wachsen am besten bei 10-20 °C, in Sommerhitze besser pausieren
    • Blätter mitverwenden! – oft wertvoller als die Knollen

    Pflege

    • Direktsaat ab März, Gewächshauskultur ab Februar
    • Aussaat 1 cm tief in Reihen, Reihenabstand 15-20 cm
    • Satzaussaat alle 2-3 Wochen von März bis September
    • Lückenfüller zwischen langsam wachsenden Kulturen (Kohl, Porree)
    • Herbstradieschen (größere Sorten) von August bis Oktober

    Erntezeitpunkt

    Zeit: März bis November mit Satzaussaat. Gewächshaus-Frühradieschen ab Februar.

    Radieschen sind erntereif 4-6 Wochen nach Aussaat, sobald die Knollen 2-3 cm Durchmesser haben. Mit der Hand einfach herausziehen. Nicht zu lange warten – sie werden sonst holzig und scharf. Bei Trockenheit vor Ernte wässern, dann lassen sie sich leichter entnehmen.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Kühlschrank
    Haltbarkeit
    7 Tage

    Tipps

    • Mit Blättern im Gemüsefach 3-5 Tage, ohne Blätter 7-10 Tage haltbar
    • Blätter vor Lagerung abschneiden – entziehen sonst den Knollen Wasser
    • Blätter separat in feuchtem Tuch 2-3 Tage verwenden
    • Radieschen in Wasser-/Essigbad 1 h wieder knackig machen
    • Nicht einfrieren – werden matschig
    • Eingelegt in Essig-Salz-Lake: 2-3 Wochen haltbar

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Radieschen wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Warum sind Radieschen manchmal scharf, manchmal mild?

    Die Schärfe hängt von mehreren Faktoren ab: Trockenheit verstärkt die Senfölbildung, ebenso hohe Temperaturen, unregelmäßiges Gießen und zu spätes Ernten. Gleichmäßig bewässerte, schnell gewachsene Radieschen sind mild. Die Sorte spielt auch eine Rolle: ‚French Breakfast' ist besonders mild, dunkelrote Sorten oft kräftiger. Tipp: kleine Radieschen sind in der Regel milder als große.

    Kann man Radieschenblätter essen?

    Ja, und das sollte man auch. Die Blätter enthalten 6x mehr Vitamin C als die Knolle und deutlich mehr Calcium und Magnesium. Sie schmecken ähnlich wie Rucola und Brunnenkresse – leicht pfeffrig, mild scharf. Perfekt als Pesto (mit Walnüssen und Parmesan), in Suppen, als Beigabe zu Salat oder Smoothies. Unbedingt gut waschen (oft sandig).

    Warum sind meine selbstgezogenen Radieschen holzig?

    Holzige Radieschen entstehen durch zu spätes Ernten, Trockenstress oder Hitze. Wichtig ist: Radieschen konsequent nach 4-6 Wochen ernten, sobald sie 2-3 cm groß sind – länger wachsen lassen führt meist zu Holz. Gleichmäßig gießen, an heißen Tagen morgens und abends, und nicht in der Sommerhitze aussäen (lieber Pause).

    Kann ich Radieschen einlegen?

    Ja, das ist ein Trend aus der asiatischen Küche. Radieschen in Scheiben oder Stifte schneiden, mit Salz 20 Min entwässern. Dann mit einem Essig-Zucker-Sud übergießen (100 ml Reisessig, 2 EL Zucker, 1 TL Salz, optional Ingwer, Chili). Halten sich im Kühlschrank 2-3 Wochen und sind ein knackig-pikanter Begleiter zu Bowls und Banh Mi.

    Wann ist die beste Aussaatzeit?

    Frühjahr (März-April) und Herbst (August-September) sind ideal – moderate Temperaturen und ausreichend Feuchtigkeit. Im Hochsommer (Juli, August) schossen Radieschen schnell und werden bitter und scharf. Im Gewächshaus oder Folientunnel kann man ab Februar säen, draußen sobald der Boden bearbeitbar ist. Mit Satzaussaat alle 2-3 Wochen immer frische Radieschen parat.

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