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    Salate

    Radicchio

    Kräftig-bitterer italienischer Salat mit rubinrotem Blattwerk – perfekter Kontrast zu süßen, salzigen und fettigen Zutaten.

    Radicchio – Salate aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Radicchio hat in den Monaten März, September, Oktober, November, Dezember Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager

    Radicchio (Cichorium intybus var. foliosum) ist eine Kulturform der Wildzichorie und eng verwandt mit Chicorée und Endivie. Die bekanntesten italienischen Varianten sind der runde Radicchio di Chioggia (kugelförmig, rot-weiß marmoriert), der länglich-spitz zulaufende Radicchio di Treviso (elegant, intensiver) und der edel gefärbte Variegato di Castelfranco (rot gesprenkelt, milder, fast blütenartig). Alle zeichnen sich durch ihre charakteristische, feine Bittere aus – der Anteil der Bitterstoffe (Intybin) macht ihn zum idealen Verdauungshelfer und spannenden Partner für süße oder fettige Komponenten. In der italienischen Küche ist er ein Klassiker: roh im Salat, geschmort als Beilage oder im Risotto. In Deutschland beginnt der Freilandanbau im Sommer und reicht durch Frostverträglichkeit bis in den Winter; Radicchio Tardivo und ähnliche Edelsorten werden im Wintergarten-Bleichverfahren veredelt.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Italienischer Salat mit Olivenöl, Balsamico und Parmesan
    • Risotto al Radicchio mit Taleggio und Walnuss
    • Gegrillter Radicchio mit Speck und Honig
    • Pasta mit Radicchio, Speck und Sahnesauce
    • Salat mit Orangen, Ziegenkäse und Walnüssen
    • Geschmort als Beilage zu Wild und Ente
    • Carpaccio vom Radicchio mit Parmesan-Hobeln
    • Radicchio-Pizza mit Gorgonzola und Birne

    Passt perfekt zu

    • Parmesan, Pecorino, Gorgonzola
    • Walnüsse und Pinienkerne
    • Orange und Birne
    • Honig und Ahornsirup
    • Balsamico und Aceto di Modena
    • Speck und Pancetta
    • Gorgonzola und Taleggio
    • Olivenöl und Zitrone

    Eigenschaften

    • Charakteristische Bittere durch Intybin – verdauungsfördernd
    • Sorten: Chioggia (rund), Treviso (lang), Castelfranco (gesprenkelt)
    • Anthocyane in roten Blättern – starke Antioxidantien
    • Frosthart bis -8 °C – lange Saison im Freiland
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Bitterstoffe (Intybin) regen Leber, Galle und Verdauung an
    • Hoher Anthocyan-Gehalt (rote Sorten) wirkt antioxidativ
    • Inulin-Fasern sind präbiotisch fördern gute Darmbakterien
    • Sehr kalorienarm (23 kcal/100 g)
    • Vitamin K unterstützt Blutgerinnung und Knochen

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Sonniger bis halbschattiger Standort, nährstoffreicher Boden
    • Mäßig gießen – zu viel Wasser mindert das Aroma
    • Herbstsorten färben sich durch kühle Nächte rot
    • Tardivo-Technik: Wurzelstock im Dunkeln/Keller weitertreiben – zartere Triebe
    • Schneckenschutz wichtig – junge Pflanzen sind Ziel
    • Fruchtfolge: 3-4 Jahre Abstand zu Salaten und Chicorée
    • Mischkultur mit Möhren, Fenchel oder Porree

    Pflege

    • Aussaat ab Mai/Juni direkt ins Beet oder als Vorkultur
    • Pflanzung mit 30-40 cm Abstand, Ernte ab September
    • Nachkultur nach Frühgemüse wie Erbsen oder Salat
    • Radicchio Tardivo und Variegato: Bleichverfahren im Winter (Wurzelstock im Keller)
    • Frosthart bis -8 °C – Freilandernte bis in den Dezember

    Erntezeitpunkt

    Zeit: Hauptsaison September bis Dezember. Lagerware bis Februar. Spezialsorten Tardivo im Winter treibend.

    Köpfe knapp über dem Boden mit Messer abschneiden, sobald sie fest sind (etwa 300-500 g). Äußere lose oder welke Blätter entfernen. Bei leichtem Frost ernten – verstärkt die Rotfärbung. Tardivo-Sorten im Keller im Dunkeln weitertreiben für zarteste Blätter.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Kühlschrank
    Haltbarkeit
    10 Tage

    Tipps

    • Im Gemüsefach 7-14 Tage haltbar – deutlich länger als Kopfsalat
    • Ungewaschen und kompakt aufbewahren, Außenblätter belassen
    • Vor Verzehr Außenblätter abziehen, innere Blätter waschen
    • Welke Blätter 5 Min in eiskaltem Wasser auffrischen
    • Reste angegart in Frischhaltedose 2-3 Tage haltbar
    • Nicht einfrieren – verliert die Struktur und wird wässrig

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Radicchio wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Warum schmeckt Radicchio bitter?

    Radicchio enthält natürliche Bitterstoffe (Intybin, Lactucin), die auch in Endivie und Chicorée vorkommen. Diese Bitterstoffe sind keine Geschmacksfehler, sondern gesundheitlich wertvoll – sie regen Leber, Galle und Verdauung an. Die Bittere lässt sich mildern durch: 10 Min in warmem Wasser einlegen, mit süßen Zutaten kombinieren (Orange, Birne, Honig) oder kurz anschwitzen.

    Was ist der Unterschied zwischen Chioggia und Treviso?

    Radicchio di Chioggia ist kugelförmig wie ein kleiner Kohl, mit weißen Rippen und kräftig rotem Blattwerk – der „Standard"-Radicchio im Handel. Radicchio di Treviso ist länglich wie ein fester Spitzkohl, elegant, oft noch intensiver in Farbe und Bittere. Treviso Tardivo ist die Edelform, im Winter nachbehandelt – außergewöhnlich zart und teurer. Variegato di Castelfranco ist dagegen mild und rot-gesprenkelt.

    Kann ich Radicchio grillen?

    Ja, und das ist eine italienische Spezialität. Köpfe halbieren oder vierteln, mit Olivenöl, Salz und Pfeffer einreiben, auf dem Grill 3-5 Min pro Seite grillen. Die Hitze karamellisiert die Zuckerreste und mildert die Bittere. Perfekt dazu: Balsamico-Reduktion, Parmesanhobel oder ein Klecks Honig. Auch in der Pfanne oder im Ofen (200 °C, 15 Min) möglich.

    Ist Radicchio mit Chicorée verwandt?

    Ja, beide stammen von der Wildzichorie (Cichorium intybus) ab. Chicorée ist die gebleichte, bei Dunkelheit getriebene Form – mild und zartgelb. Radicchio wird im Licht gezogen, sodass er rot und kräftiger in der Bittere wird. Der Radicchio Tardivo ist eine Art „Hybrid": er wird erst im Freiland gezogen und dann im Dunkeln nachbehandelt.

    Hält sich Radicchio lange?

    Ja, deutlich besser als die meisten anderen Salate. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er sich 1-2 Wochen, als ganzer Kopf mit äußeren Blättern sogar noch länger. Das liegt an der festen Struktur und den konservierenden Bitterstoffen. Auch nach einer Woche sind die inneren Blätter meist noch knackig – einfach die äußeren welken Blätter entfernen.

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