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    Gemüse

    Paprika

    Vitamin-C-reiche Fruchtgemüse-Schote in Rot, Gelb, Orange und Grün – süß bis scharf, perfekt für Salate, Ofen und Füllungen.

    Paprika – Gemüse aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Paprika hat in den Monaten Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager

    Die Paprika (Capsicum annuum) gehört zu den Nachtschattengewächsen und stammt aus Mittel- und Südamerika. Christoph Kolumbus brachte sie Ende des 15. Jahrhunderts nach Europa, in Ungarn entstand daraus das Nationalgewürz Paprikapulver. Botanisch ist die Paprika eine Beere. Unterschieden werden Gemüse- oder Blockpaprika (süß, dickwandig, ideal für Rohkost und Gemüseküche), Spitzpaprika (länglich, süßer, dünnwandiger – in der mediterranen Küche beliebt) und Chili/scharfe Sorten (Capsaicin-haltig). Die Farbe verrät den Reifegrad: Grün = unreif, Gelb → Orange → Rot = zunehmend reifer und süßer. Paprika enthält pro 100 g außergewöhnlich viel Vitamin C – rote Ware bis zu 400 mg/100 g, ein Mehrfaches von Zitronen. In Deutschland werden zunehmend Paprika in Gewächshäusern angebaut (vor allem in NRW, Rheinland, Pfalz), der Großteil kommt aber aus Spanien, den Niederlanden und der Türkei.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Klassischer Letscho (Paprika-Tomate-Schmortopf)
    • Gefüllte Paprika mit Reis und Hack
    • Paprika-Antipasti eingelegt in Öl
    • Geröstete Paprika aus dem Ofen mit Olivenöl und Meersalz
    • Gazpacho mit Tomaten, Gurke und Paprika (kalte Suppe)
    • Paprika-Paste (Ajvar oder Muhammara)
    • Wok-Gemüse mit Paprika, Rindfleisch und Sojasauce
    • Paprika-Rohkost mit Hummus oder Dip
    • Paprikaschoten als essbare Schälchen

    Passt perfekt zu

    • Tomate und Zwiebel
    • Knoblauch und Olivenöl
    • Basilikum und Oregano
    • Feta, Ziegen- und Schafskäse
    • Rind, Lamm und Huhn
    • Reis, Kichererbsen und Linsen
    • Aubergine und Zucchini
    • Zitrone und Balsamico

    Eigenschaften

    • Farbe = Reifegrad: Grün (unreif) → Gelb → Orange → Rot (vollreif)
    • Vitamin-C-Champion unter den Gemüsearten
    • Rote Paprika enthält Capsanthin und Lycopin (antioxidativ)
    • Scharfe Sorten (Chili) durch Capsaicin
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Exzellente Vitamin-C-Quelle stärkt Immunsystem, unterstützt Eisenaufnahme
    • Rote Paprika enthält Capsanthin und Lycopin zellschützend
    • Beta-Carotin in Rot/Orange gut für Augen und Haut
    • Capsaicin in scharfen Sorten fördert Durchblutung und Stoffwechsel
    • Ballaststoffe unterstützen die Verdauung

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Vollsonniger, windgeschützter Standort mit humusreichem Boden
    • Lange Kulturdauer – früh anziehen, sonst reift nur grün
    • Regelmäßig und gleichmäßig gießen, aber Staunässe vermeiden
    • Alle 2 Wochen mit Tomatendünger düngen
    • Bis zur Blüte Geiztriebe entfernen für größere Früchte
    • Reifezeit beachten: rot geerntete Paprika war 4-5 Wochen länger am Strauch als grüne
    • Gegen Blattläuse natürliche Fressfeinde (Marienkäfer) einsetzen

    Pflege

    • Vorkultur ab Februar/März im warmen Zimmer oder Gewächshaus (25 °C Keimtemperatur)
    • Pflanzung ins Freie erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai)
    • Gewächshaus- und Folientunnelkultur für frühere und sichere Ernte
    • Stütz- oder Rankhilfe empfehlenswert – schwere Früchte
    • Mulchen mit Stroh oder schwarzer Folie für Wärme

    Erntezeitpunkt

    Zeit: Im Gewächshaus ab Mai, Freiland Juli bis Oktober – Hauptsaison August/September.

    Früchte mit Schere oder Messer vom Strunk abschneiden – nicht abreißen (Stiel bricht samt Triebspitze). Grüne Paprika sind bereits erntereif, für süße rote 4-5 Wochen länger warten. Regelmäßig ernten fördert neue Fruchtbildung.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Kühlschrank
    Haltbarkeit
    10 Tage

    Tipps

    • Im Gemüsefach 7-10 Tage haltbar
    • Bei Raumtemperatur 3-5 Tage (schneller reifer und süßer)
    • Nicht unter 7 °C – Kältebrand möglich
    • Angeschnitten luftdicht verpackt 2-3 Tage
    • Eingefroren (roh, gewürfelt): 8-10 Monate haltbar
    • Geröstet in Öl eingelegt: Wochen bis Monate haltbar
    • Paprika-Mark oder Ajvar 6-12 Monate im Glas

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Paprika wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Warum gibt es Paprika in verschiedenen Farben?

    Die Farbe zeigt den Reifegrad der gleichen Pflanze an. Grün = unreif (herb, etwas bitter). Mit zunehmender Reifezeit am Strauch wandelt sich die Farbe über Gelb und Orange zu Rot – der Zuckergehalt und Vitamin-C-Gehalt steigen. Rote Paprika schmeckt deutlich süßer und enthält doppelt so viel Vitamin C wie grüne. Spezielle Sorten bleiben dauerhaft gelb oder violett (Sortenmerkmal, kein Reifegrad).

    Welche Paprika ist am gesündesten?

    Rote Paprika hat die höchsten Nährstoffwerte: bis zu 400 mg Vitamin C pro 100 g (mehr als Zitronen!), viel Beta-Carotin, Lycopin und Capsanthin – rote Farbstoffe mit antioxidativer Wirkung. Gelbe und orange Paprika liegen dazwischen, grüne ist am nährstoffärmsten (weil unreif). Am besten roh essen – Vitamin C ist hitzeempfindlich.

    Wie entfernt man die Schale von Paprika?

    Klassisch durch Rösten: ganze Paprika bei 220 °C im Ofen oder unter dem Grill 20-25 Min rösten, bis die Haut schwarz-blasig ist. Heiß in einen verschlossenen Plastikbeutel oder eine Schüssel mit Frischhaltefolie geben, 10 Min dämpfen lassen – dann löst sich die Haut leicht ab. Perfekt für Antipasti, Ajvar oder mediterrane Gemüse-Beilagen.

    Warum schmecken manche Paprikas bitter?

    Bittere Paprika sind meist unreif geerntet (grün) oder stammen aus Stressbedingungen (Trockenheit, starke Temperaturwechsel). Manche modernen Sorten schmecken grundsätzlich milder, ältere Sorten haben oft leicht bittere Noten. Tipp: innerliche weiße Trennwände und Kerne entfernen, da sie Hauptträger des Bitteraromas sind.

    Kann ich Paprika einfrieren?

    Ja, problemlos. Waschen, putzen, Kerne entfernen, in Würfel oder Streifen schneiden und direkt einfrieren – Blanchieren ist nicht nötig. Hält 8-10 Monate. Aufgetaut verliert Paprika zwar den Biss (weich statt knackig), eignet sich aber perfekt für Suppen, Schmortöpfe, Letscho, Ofengerichte. Für Rohverzehr ungeeignet.

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