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    Kräuter

    Majoran

    Das Kraut der deutschen Wurst- und Schmalzküche – warm-würzig, leicht blumig und unverzichtbar in der Hausmannskost.

    Majoran – Kräuter aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Majoran hat in den Monaten Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager
    • Import

    Majoran ist das charakteristische Küchenkraut der traditionellen deutschen Küche – er würzt Bratwurst, Schmalz, Eintöpfe, Klöße und deftige Hausmannskost. Sein Aroma ist wärmer, süßlicher und weniger scharf als sein nächster Verwandter Oregano – obwohl die beiden botanisch sehr nah verwandt sind (beide zur Gattung Origanum). Charakteristisch ist der blumig-würzige Duft mit einer dezenten Kampfernote aus den ätherischen Ölen Sabinen, Terpinen-4-ol und Linalool. Majoran verträgt moderate Hitze – er kann mitgekocht werden, ohne sein Aroma vollständig zu verlieren, entwickelt sogar beim Schmoren eine tiefere, wärmere Würze. In Deutschland wird er hauptsächlich in Sachsen und Thüringen angebaut – dort ist er tief in der regionalen Wurstkultur verankert.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • In Bratwurst und Brühwurst
    • In Schmalz und Grammeln
    • Kartoffeleintöpfe und Klöße
    • Lammfleisch und Innereien
    • In Kräuteressig und -öl
    • Marinaden für Grillfleisch

    Passt perfekt zu

    • Schweinefleisch und Lammfleisch
    • Kartoffeln
    • Zwiebeln
    • Knoblauch
    • Thymian

    Eigenschaften

    • Nährstoffwerte gelten für getrocknet – frisch deutlich geringer
    • Verwandt mit Oregano, aber süßer und blumiger
    • Verträgt moderate Hitze – kann mitgekocht werden
    • Klassisches Würzkraut für Wurst und Schmalz in Deutschland
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Ätherische Öle wirken antimikrobiell und verdauungsfördernd
    • Terpinen-4-ol wirkt entzündungshemmend
    • Hohe Mineralstoffgehalte (getrocknet) Calcium, Magnesium, Eisen
    • Carminative Wirkung fördert Verdauung und reduziert Blähungen

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Nicht zu viel gießen – Staunässe fördert Wurzelfäule
    • In Töpfen auf dem Balkon sehr gut kultivierbar
    • Zum Trocknen kurz vor der Blüte ernten – höchster Aromagehalt
    • Samen für nächste Saison aufsammeln

    Pflege

    • Voranzucht im März/April, Pflanzung nach Eisheiligen
    • Wärmebedürftig – sonnige, trockene Lage
    • Magere Böden bevorzugt – kein Starkdünger
    • In Deutschland einjährig kultiviert (nicht frosthart)

    Erntezeitpunkt

    Zeit: Juni bis Oktober, kurz vor oder während der Blüte für bestes Aroma

    Triebspitzen abschneiden, kurz bevor die Pflanze blüht. Für Trocknung: ganze Äste schneiden und bündeln. Regelmäßige Ernte fördert buschigen Wuchs.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Vorratskammer
    Haltbarkeit
    14 Tage

    Tipps

    • Frischer Majoran im Kühlschrank 1-2 Wochen
    • Getrockneter Majoran luftdicht bei Zimmertemperatur 1-2 Jahre
    • Für Trocknung: Bündel kopfüber an warmem, luftigem Ort trocknen
    • Einfrieren möglich – frisch vor dem Einfrieren hacken

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Majoran wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Was ist der Unterschied zwischen Majoran und Oregano?

    Beide sind botanisch nah verwandt (Origanum majorana und Origanum vulgare). Majoran ist süßer, blumiger und weniger intensiv. Oregano ist kräftiger, etwas schärfer und ein typisches Mittelmeerkraut. In deutschen Gerichten Majoran, in mediterranen Gerichten Oregano bevorzugt.

    Wann hat Majoran in Deutschland Saison?

    Frischer Majoran von Juni bis Oktober, getrocknet das ganze Jahr verfügbar. Kommerzieller Anbau vor allem in Sachsen und Thüringen.

    Kann man Majoran trocknen?

    Ja, Majoran eignet sich sehr gut zum Trocknen. Kurz vor der Blüte ernten (höchster Aromagehalt), in kleinen Bündeln kopfüber an warmem, luftigem Ort 1-2 Wochen trocknen. Getrocknet ist das Aroma konzentrierter und haltbarer als frisch.

    Warum ist Majoran typisch für deutsche Wurst?

    Majoran wurde in deutschen Klostergärten früh kultiviert und als Würzkraut für Fleisch- und Wurstwaren verwendet. Besonders in Thüringen und Sachsen hat er sich als unverzichtbarer Bestandteil der Wurstrezepturen (Thüringer Bratwurst, Leberwurst) etabliert.

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