Gib einen Suchbegriff ein, um Lebensmittel zu durchsuchen.

    Salate

    Löwenzahn

    Bitterer Frühlings-Wildsalat aus eigener Wiese – reich an Vitamin C, Eisen, Bitterstoffen und verdauungsfördernd.

    Löwenzahn – Salate aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Löwenzahn hat in den Monaten März, April, Mai, Juni, September, Oktober Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager

    Der Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia) ist eines der bekanntesten Wildkräuter Europas und gilt als Musterbeispiel für Bitterstoff-Gemüse. Während er in vielen Gärten als „Unkraut" gilt, wird er in der Frühjahrsküche hoch geschätzt: Junge Blätter vor der Blüte sind mild-bitter und wurden traditionell als erster Frühlingssalat der Saison geerntet – klassisch in der französischen Pissenlit-Salade oder im badischen Bubespitzle. Alle Pflanzenteile sind essbar: Blätter als Salat und Spinat, geschlossene Blütenknospen als „Kapern", offene Blüten als Gelee („Löwenzahnhonig") und die gerösteten Wurzeln als Kaffeeersatz. Ernährungsphysiologisch ist er eine Ausnahmeerscheinung: mehr Vitamin C als Zitronen (pro 100 g), viel Eisen, Kalium und die typischen Bitterstoffe (Taraxacin), die Leber und Galle anregen.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Klassischer Frühlingssalat (Pissenlit) mit Speck-Vinaigrette
    • Wildkräuter-Salat mit Ei und warmem Speck
    • Löwenzahn-Pesto mit Walnüssen und Parmesan
    • Badisches „Bubespitzle" mit Kartoffelteig
    • Knospen eingelegt als Kapernersatz
    • Löwenzahnblüten-Gelee („Löwenzahnhonig")
    • Grüner Smoothie mit Apfel, Banane und Zitrone
    • Blüten als essbare Dekoration auf Salaten
    • Gerösteter Wurzel als koffeinfreier Kaffeeersatz

    Passt perfekt zu

    • Speck und Schinken (mildert die Bittere)
    • Ei (hart gekocht oder pochiert)
    • Walnüsse und Haselnüsse
    • Apfel und Birne
    • Ziegen- und Blauschimmelkäse
    • Senf und Honig (Dressing)
    • Zitrone und Orange
    • Kartoffel (mildert Bittere)

    Eigenschaften

    • Einer der vitalstoffreichsten Wildsalate
    • Bitterstoffe (Taraxacin) regen Leber und Galle an
    • Alle Pflanzenteile essbar: Blätter, Knospen, Blüten, Wurzeln
    • Hoher Eisen- und Calciumgehalt (ungewöhnlich für Salate)
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Bitterstoffe regen Leber-, Galle- und Verdauungsfunktion an
    • Sehr hoher Eisengehalt (3,1 mg/100 g) mehr als Spinat
    • Sehr calciumreich ungewöhnlich für Blattsalate
    • Diuretisch wirkend traditionell bei Entschlackungskuren
    • Beta-Carotin und Lutein unterstützen Sehkraft und Haut

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Löwenzahn wächst praktisch überall – keine Pflege nötig
    • Junge Blätter vor der Blüte (März-April) sind am mildesten
    • Im Garten einen unberührten Ecke ausweisen – wertvoll für Bienen
    • Zum Bleichen Blätter 1-2 Wochen mit Tontopf abdecken – wie Chicorée
    • Kultivierte Sorten haben größere, weniger bittere Blätter
    • Beim Sammeln: nur auf unbelasteten Wiesen, niemals an Hunde-Wegen
    • Vor der Blüte ernten – nach der Blüte werden Blätter sehr bitter

    Pflege

    • Selbstsammlung auf ungedüngten Wiesen und Brachflächen
    • Kultur im Garten: aussäen ab März oder gezielt wachsen lassen
    • Bleichen unter Tontopf oder mit schwarzer Folie – macht milder
    • Kommerzieller Anbau kultivierter Sorten (Italien, Frankreich)
    • Im Wintergarten bei 5-10 °C als Bleichsalat ziehbar

    Erntezeitpunkt

    Zeit: Beste Blatternte März-April (vor der Blüte). Blütenknospen April-Mai. Offene Blüten April-Juni. Wurzeln Herbst (September-Oktober).

    Blätter einzeln oder ganze junge Rosette mit Messer knapp über der Wurzel abschneiden. Blütenknospen mit den Fingern abzupfen, wenn sie noch geschlossen sind. Blüten an sonnigen Tagen mittags sammeln (am meisten Aroma). Wurzeln mit Spaten im Herbst ausgraben, gründlich waschen.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Kühlschrank
    Haltbarkeit
    2 Tage

    Tipps

    • Frisch geerntet innerhalb 1-2 Tagen verarbeiten
    • Im feuchten Tuch oder Plastikbeutel im Gemüsefach
    • Welkender Löwenzahn wird schnell zäh und bitter
    • Blüten einfrieren für späteres Gelee möglich
    • Getrocknete Wurzeln und Blätter 1 Jahr in dunklen Gläsern haltbar
    • Zum Bleichen junger Blätter im Winter: Wurzeln ausgraben, einpflanzen im Keller, lichtgeschützt wachsen lassen (mild, zart)

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Löwenzahn wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Kann ich Löwenzahn aus dem Garten essen?

    Ja, Löwenzahn aus dem eigenen Garten ist eine wunderbare Wildkräuter-Quelle. Achten Sie darauf, von ungedüngten, nicht mit Pestiziden behandelten Stellen zu sammeln. Junge Blätter vor der Blüte (März/April) sind am mildesten, alte Blätter werden sehr bitter. Nicht an Wegrändern mit Hundeverkehr sammeln.

    Wie bekomme ich die Bitterkeit aus Löwenzahn?

    Mehrere Tricks: 1) Junge Blätter vor der Blüte ernten – deutlich milder. 2) Blätter 30 Min in lauwarmem Salzwasser einlegen. 3) Mit warmem Speck-Dressing servieren – Fett bindet Bitterstoffe. 4) Bleichen im Keller mit Tontopf (wie Chicorée) für 1-2 Wochen. 5) Mit süßen/milden Zutaten wie Apfel, Ei, Kartoffel kombinieren.

    Sind alle Teile des Löwenzahns essbar?

    Ja, alle Pflanzenteile sind genießbar und nutzbar: Blätter als Salat und Spinat, geschlossene Knospen eingelegt als „Kapern", offene Blüten als Gelee („Löwenzahnhonig") oder Deko, geröstete Wurzeln als Kaffeeersatz (Zichorienkaffee-ähnlich). Der weiße Milchsaft ist nicht giftig, kann bei empfindlicher Haut aber reizen.

    Wie macht man Löwenzahnblüten-Gelee?

    300-400 geöffnete Blüten an sonnigem Vormittag sammeln. Nur die gelben Blütenblätter von den grünen Hülsen zupfen (wichtig – das Grüne macht bitter). Mit 1 l Wasser, 2 Zitronen (Saft und Schale) 1 Stunde köcheln, über Nacht ziehen lassen. Abseihen, mit 1 kg Gelierzucker 2:1 aufkochen (4 Min), heiß in Gläser füllen. Schmeckt honigartig.

    Warum gilt Löwenzahn als Frühlingskur?

    Nach dem Winter mit tendenziell schwererer Ernährung regen die Bitterstoffe (Taraxacin) Leber, Galle und Verdauung an – was Stoffwechsel und Entgiftung unterstützt. Die diuretische (harntreibende) Wirkung hilft zusätzlich beim „Entschlacken". Klassische Frühlingskur: 3-4 Wochen täglich eine Handvoll frischer Blätter in Salat oder als Smoothie.

    Weitere Salatsorten

    Mehr aus der Kategorie