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    Gemüse

    Kohlrabi

    Knackiges Kohlgemüse mit mildem, leicht süßlichem Geschmack – roh, gedünstet oder als cremige Suppe.

    Kohlrabi – Gemüse aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Kohlrabi hat in den Monaten März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager

    Der Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes) ist eine Zuchtform des Gemüsekohls, bei der nicht Blätter oder Knollen, sondern eine oberirdische, verdickte Sprossknolle genutzt wird. Botanisch ist es ein deutsches Zuchtprodukt des 16. Jahrhunderts – der Name „Kohlrabi" wurde im Englischen als „kohlrabi" übernommen. Charakteristisch sind sein mild-süßlicher Geschmack mit dezent nussigen Noten und die typische Knack-Konsistenz. Erhältlich in zwei Farbvarianten: hellgrün (Weißer Kohlrabi) und violett (Blauer Kohlrabi, geschmacklich identisch, aber robuster im Anbau). Ernährungsphysiologisch liefert er reichlich Vitamin C, Kalium und Senfölglykoside – letztere werden mit antibakterieller und krebshemmender Wirkung in Verbindung gebracht.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Rohkost mit Salz, Zitrone und Olivenöl
    • Kohlrabi-Carpaccio mit Feta und Granatapfel
    • Gefüllter Kohlrabi mit Hackfleisch (klassisch)
    • Cremige Kohlrabisuppe mit Muskat und Sahne
    • Kohlrabi-Pommes aus dem Ofen
    • Kohlrabi-Schnitzel (paniert und gebraten)
    • Gedünstet mit Butter und Petersilie als Beilage
    • Im Wok mit Ingwer und Sesam

    Passt perfekt zu

    • Petersilie und Schnittlauch
    • Muskat und Pfeffer
    • Schinken und Kassler
    • Feta und Ziegenkäse
    • Sahne und Butter
    • Möhren und Kartoffel
    • Sesam, Ingwer und Sojasauce
    • Zitrone und Limette

    Eigenschaften

    • Knackige, oberirdische Sprossknolle
    • Blätter essbar (wie Spinat oder Wirsing)
    • Weiß (hellgrün) und Blau (violett) erhältlich
    • Sehr vitamin-C-reich – mehr als die meisten Kohlarten
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Sehr hoher Vitamin-C-Gehalt (62 mg/100 g) stärkt das Immunsystem
    • Senfölglykoside (Glucosinolate) wirken antibakteriell und zellschützend
    • Ballaststoffe unterstützen die Verdauung
    • Kaliumreich gut für Blutdruck und Herz
    • Kohlrabi-Blätter enthalten noch mehr Mineralstoffe als die Knolle

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Sonniger Standort mit humus- und nährstoffreichem, frischem Boden
    • Kohlrabi ist Mittelzehrer – mit Kompost oder Hornspänen düngen
    • Gleichmäßig gießen – sonst platzen die Knollen oder werden holzig
    • Nicht zu tief pflanzen – Knolle soll oberirdisch wachsen
    • Fruchtfolge beachten – 4 Jahre Abstand zu anderen Kohlarten
    • Blätter essen! Junge Blätter wie Spinat oder Wirsing verarbeiten
    • Gegen Erdflöhe: Kulturschutznetz direkt nach Pflanzung auflegen

    Pflege

    • Vorkultur im Haus ab Februar/März
    • Frühkohlrabi ins Freiland ab Mitte April
    • Sommerkohlrabi direkt säen ab Mai bis Juli – mehrere Sätze
    • Herbstkohlrabi (Superschmelz) für Lagerung im Oktober/November ernten
    • Im Gewächshaus Anbau ab Februar möglich

    Erntezeitpunkt

    Zeit: Je nach Satz ganzjährig möglich – frühe Sorten ab Mai, Herbstsorten bis November, Lagersorten bis Februar.

    Ernten, wenn die Knolle je nach Sorte tennisball- bis kindskopfgroß ist (Superschmelz bis 4 kg). Mit scharfem Messer knapp über dem Boden abschneiden. Lagersorten nach der Ernte auf dem Beet kurz abtrocknen, Blätter entfernen, dann ins Lager.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Kühlschrank
    Haltbarkeit
    10 Tage

    Tipps

    • Im Gemüsefach des Kühlschranks 7-10 Tage haltbar
    • Blätter vor Lagerung abschneiden – ziehen sonst Wasser aus der Knolle
    • Blätter separat in feuchtem Tuch lagern und innerhalb 2-3 Tagen verwenden
    • Ganze Knollen in Zeitungspapier wickeln hält länger frisch
    • Zum Einfrieren: schälen, würfeln, 2 Min blanchieren, dann portionsweise einfrieren – 10 Monate haltbar
    • Spätsorten im Erdkeller bei 0-4 °C und 95 % Luftfeuchtigkeit bis in den Februar lagerbar

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Kohlrabi wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Wann hat Kohlrabi in Deutschland Saison?

    Frischer Kohlrabi aus Freilandanbau ist von Mai bis November erhältlich, aus Gewächshaus oder Folientunnel schon ab März. Lagerware (vor allem die Sorte 'Superschmelz') bringt ihn bis in den Februar frisch in den Handel. Kohlrabi zählt damit zu den am längsten verfügbaren heimischen Gemüsen.

    Kann man die Blätter vom Kohlrabi essen?

    Ja – und das sollte man auch: Die jungen, inneren Blätter enthalten mehr Vitamin C, Calcium und Carotin als die Knolle selbst. Sie schmecken milder als Wirsing und können wie Spinat gedünstet, in Pesto verarbeitet oder roh in Smoothies verwendet werden. Die äußeren, gröberen Blätter nur gekocht verwenden.

    Warum ist Kohlrabi manchmal holzig?

    Holzige Knollen entstehen, wenn der Kohlrabi zu spät geerntet wurde oder unter Trockenstress stand. Im Handel sollte man Knollen unter Tennisballgröße bevorzugen – Ausnahme ist die Lagersorte 'Superschmelz', die auch bei 3-4 kg noch zart bleibt. Im Garten: gleichmäßig gießen, rechtzeitig ernten.

    Was ist der Unterschied zwischen weißem und blauem Kohlrabi?

    Geschmacklich nahezu identisch. Der Blaue (violette) Kohlrabi hat eine dickere Schale und ist damit robuster, frosthärter und besser lagerfähig – klassisch die Herbst- und Winter-Sorte. Der Weiße (hellgrüne) ist feiner und wird vor allem als Frühjahrs- und Sommergemüse angebaut. Die Farbe sitzt nur in der Schale, das Fruchtfleisch ist bei beiden weiß.

    Wie lange kocht man Kohlrabi?

    Je nach Größe der Stücke: kleine Würfel oder Stifte 8-10 Minuten, halbe Scheiben 12-15 Minuten, ganze Knolle 25-30 Minuten. Die Knolle sollte knackig-bissfest bleiben („al dente"). Im Dampfgarer 10-12 Min, im Ofen 25-30 Min bei 200 °C. Rohkost aus dünnen Scheiben oder Streifen braucht nicht gekocht zu werden.

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