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    Gemüse

    Grünkohl

    Nordischer Superfood-Klassiker – reich an Vitamin C, Calcium und Eisen, nach dem ersten Frost am besten.

    Grünkohl – Gemüse aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Grünkohl hat in den Monaten Januar, Februar, November, Dezember Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager

    Grünkohl ist Nordeuropas Antwort auf das Wintergemüse: Eine robuste, frostharte Kohlsorte, die ihre beste Zeit im Dezember und Januar hat. In Niedersachsen, Bremen und Oldenburg hat er Kultstatus – zusammen mit Pinkel und Kassler ist er das klassische Wintergericht, umrahmt von Grünkohlwanderungen und Kohltouren. Ernährungsphysiologisch ist er schwer zu schlagen: mehr Vitamin C als Orangen, mehr Calcium als Milch bezogen auf 100 g, dazu reichlich Eisen, Folat und Beta-Carotin. Die traditionelle Weisheit, dass er „erst nach dem Frost" schmeckt, hat einen wahren Kern: Frost wandelt Stärke in Zucker um, der Kohl wird milder und süßer.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Klassisch deftig mit Pinkel, Kassler und Kartoffeln (norddeutsch)
    • Smoothie mit Apfel, Ingwer und Zitrone
    • Grünkohl-Chips im Ofen geröstet
    • Pesto mit Walnüssen und Parmesan
    • Pasta mit Grünkohl, Knoblauch und Chili
    • Eintopf mit Kichererbsen und Chorizo
    • Im Salat mit Apfel, Nüssen und Zitronendressing
    • Als Wärmestabilisator in grüner Suppe

    Passt perfekt zu

    • Kartoffel
    • Räucherspeck und Pinkel (klassisch)
    • Zitrone
    • Knoblauch und Chili
    • Apfel
    • Walnüsse
    • Parmesan
    • Kichererbsen

    Eigenschaften

    • Krause, dunkelgrüne Blätter
    • Frosthart bis -15 °C
    • Wird nach Frost süßer (Stärke wandelt sich zu Zucker)
    • Einer der nährstoffdichtesten Salat/Kohl überhaupt
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Extrem hoher Vitamin-C-Gehalt (mehr als Orangen)
    • Sehr hoher Calcium-Gehalt wichtig für vegetarische/vegane Ernährung
    • Beta-Carotin und Lutein unterstützen Sehkraft und Hautgesundheit
    • Sekundäre Pflanzenstoffe (Glucosinolate, Flavonoide) wirken zellschützend
    • Hoher Eisengehalt bei Kombination mit Vitamin C gut verfügbar

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Sonniger bis halbschattiger Standort, lehmig-humoser Boden
    • Grünkohl ist Starkzehrer – Beet vor Pflanzung mit Kompost anreichern
    • Gleichmäßig gießen, vor allem bei Trockenheit im Spätsommer
    • Erst nach dem ersten Frost ernten – dann wird er mild und süß
    • Mit Netz schützen gegen Kohlweißling-Raupen im Sommer

    Pflege

    • Vorkultur in Anzuchttöpfen ab Mai
    • Pflanzung ins Freiland ab Juni/Juli mit 50 cm Abstand
    • Als Nachkultur nach Frühgemüse optimal
    • Frostsicher – bleibt den ganzen Winter im Beet

    Erntezeitpunkt

    Zeit: November bis Februar/März, am besten nach dem ersten Frost

    Einzelne Blätter von unten nach oben abbrechen – die Pflanze wächst oben weiter und trägt so monatelang. Bei Frostgefahr die Blätter gefroren nicht ernten, erst nach dem Auftauen.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Kühlschrank
    Haltbarkeit
    7 Tage

    Tipps

    • Im Gemüsefach des Kühlschranks 5-7 Tage haltbar
    • In feuchtes Tuch oder perforierten Beutel
    • Sehr gut zum Einfrieren: blanchieren, abkühlen, in Portionen einfrieren
    • Im Garten stehengelassen bei Frost kein Problem – erhöht sogar die Süße
    • Frische Blätter vor dem Kochen oder Einfrieren vom dicken Mittelstrunk abziehen

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Grünkohl wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Wann hat Grünkohl Saison?

    Grünkohl hat von November bis März Saison – traditionell beginnt die Grünkohl-Saison erst nach dem ersten Frost, also meist Mitte November. Hauptsaison Dezember bis Februar.

    Muss Grünkohl wirklich Frost gesehen haben?

    Er muss nicht, aber er schmeckt danach deutlich besser. Bei Frost wandelt die Pflanze einen Teil ihrer Stärke in Zucker um – der Kohl wird milder, süßer und bekömmlicher. Moderne Züchtungen schmecken auch ohne Frost passabel, die klassische Geschmackserfahrung entsteht aber erst im Januar.

    Wie gesund ist Grünkohl wirklich?

    Sehr gesund. Er gehört zu den nährstoffdichtesten Gemüsen überhaupt: mehr Vitamin C als Orangen, mehr Calcium als Milch bezogen auf 100 g, dazu Eisen, Folsäure, Beta-Carotin und Vitamin K. Seine Glucosinolate wirken zellschützend.

    Wie bereite ich Grünkohl zu?

    Klassisch norddeutsch: mit Zwiebel und Schmalz angeschwitzt, mit Brühe mehrere Stunden schmoren, mit Pinkel, Kassler und Kartoffeln servieren. Modern: kurz in der Pfanne mit Knoblauch und Chili anbraten, im Ofen zu Chips rösten, oder roh in Smoothies und Salate (dann die Blätter vorher mit Zitrone und Olivenöl massieren).

    Kann ich Grünkohl roh essen?

    Ja, durchaus. Die Blätter sind roh etwas fester und bitterer als andere Salate. Mit Zitronensaft und Olivenöl einreiben („massieren") für 5-10 Minuten macht sie weicher und milder. In Smoothies passt er mit Apfel und Ingwer perfekt.

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