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    Obst

    Tamarillo

    „Baumtomate" aus den Anden – eiförmige, rot-orange Frucht mit süßsäuerlich-exotischem Aroma zwischen Tomate und Kiwi.

    Tamarillo – Obst aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Tamarillo hat aktuell keine ausgewiesene regionale Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager
    • Import

    Die Tamarillo (Solanum betaceum) – auch Baumtomate oder Tomate del árbol genannt – ist eine südamerikanische Verwandte der Tomate und gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Die eiförmigen, 5-10 cm langen Früchte haben eine glatte, rot-orange bis dunkellila Haut und ein fleischiges Fruchtfleisch mit weichen, essbaren Samen. Der Geschmack ist intensiv süßsäuerlich-exotisch – eine Kombination aus Tomate, Kiwi, Maracuja und Passionsfrucht. Botanisch eine Beere, kulinarisch ein Allrounder zwischen Frucht und Gemüse: roh für Desserts und Salate, gekocht für Chutneys, Saucen oder als Beilage zu Fleisch. Die ungenießbare, leicht bittere Schale wird vor dem Verzehr entfernt (einfach wie eine Tomate blanchieren und abziehen). In Deutschland ausschließlich Importware aus Kolumbien, Ecuador, Neuseeland und Kenia – ganzjährig erhältlich.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Roh pur als Dessert – mit Zucker bestreut
    • Tamarillo-Chutney zu Käse und Curry
    • Tamarillo-Salsa mit Zwiebel und Koriander
    • Als Tortenbelag oder in Dessertcremes
    • Tamarillo-Marmelade und -Gelee
    • Exotischer Obstsalat mit Papaya und Ananas
    • Saucen für Hähnchen und Lamm
    • Smoothie mit Banane und Orange
    • Als Topping auf Joghurt und Müsli

    Passt perfekt zu

    • Ingwer und Kardamom
    • Limette und Zitrone
    • Chili und Koriander
    • Ziegen- und Blauschimmelkäse
    • Papaya und Ananas
    • Honig und Ahornsirup
    • Vanille und Zimt
    • Avocado und Lamm

    Eigenschaften

    • Rot-orange oder dunkellila Haut – je nach Sorte
    • Süßsäuerlich-exotisch wie Tomate + Kiwi + Maracuja
    • Schale leicht bitter – vor Verzehr entfernen
    • Ganzjährig als Importware verfügbar
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Beta-Carotin unterstützt Sehkraft und Hautgesundheit
    • Vitamin C stärkt Immunsystem
    • Ballaststoffreich (3,3 g/100 g) fördert Verdauung
    • Kaliumreich unterstützt Blutdruckregulation
    • Antioxidative Anthocyane (besonders in dunklen Sorten)

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Hell, aber keine pralle Mittagssonne im Sommer
    • Regelmäßig gießen, nicht austrocknen lassen
    • Von April bis September alle 2 Wochen Tomatendünger
    • Nach dem zweiten Jahr tragen die Pflanzen 5-10 kg Frucht
    • Frostempfindlich – unter 0 °C stirbt die Pflanze
    • Im Wintergarten oder Gewächshaus überwintern
    • Bienen- und selbstbestäubt
    • Rückschnitt im Frühjahr für buschigeres Wachstum

    Pflege

    • In Deutschland als Kübel- oder Gewächshauskultur möglich
    • Vorkultur aus Samen ab Januar/Februar
    • Pflanzung ins Freiland nach den Eisheiligen (für Sommer-Kübel)
    • Überwintern bei 5-10 °C, frostfrei
    • Mehrjährig – wird 3-5 m hoch

    Erntezeitpunkt

    Zeit: Bei Kübelkultur Herbst. Importware: ganzjährig im Handel, Hauptsaison je nach Herkunftsland variabel.

    Tamarillos sind reif, wenn sie prall, glänzend und intensiv gefärbt sind. Mit der Schere vom Stiel abschneiden. Unreife Früchte sind hart und grünlich – bei Raumtemperatur 1-2 Wochen nachreifen lassen. Durch die dicke Schale lange lagerfähig.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Zimmertemperatur
    Haltbarkeit
    14 Tage

    Tipps

    • Reife Frucht bei Raumtemperatur 5-7 Tage haltbar
    • Im Kühlschrank 2-3 Wochen
    • Unreife Früchte bei Raumtemperatur nachreifen lassen (werden fester rot-orange)
    • Druckempfindlich – einzeln lagern
    • Einfrieren (geschält, püriert) 6 Monate
    • Fertig als Chutney oder Marmelade 1 Jahr haltbar
    • Verarbeiten nur wenn die Schale glänzend und fest ist

    FAQ

    Häufig gefragt

    Wie isst man eine Tamarillo?

    Mehrere Methoden: 1) Halbieren und mit einem Löffel das Fruchtfleisch auslöffeln (wie Kiwi). 2) Mit heißem Wasser übergießen, 1 Min ziehen lassen, Haut wie Tomate abziehen, in Stücke schneiden. 3) Schälen mit Sparschäler für Chutneys und Marmeladen. Das Fruchtfleisch enthält viele kleine weiche Samen – sie werden mitgegessen. Die Schale sollte nicht mitverzehrt werden (bitter und unverdaulich).

    Wie schmeckt eine Tamarillo?

    Intensiv, süßsäuerlich und exotisch – eine Kombination aus Tomate, Kiwi, Maracuja und Passionsfrucht. Süßer als eine Tomate, aber mit deutlicher Säure. Das Aroma ist kräftig, die Konsistenz saftig-fleischig. Pur gegessen empfinden manche sie als sehr sauer – mit Zucker bestreut oder zu Zucker verarbeitet entfaltet sich das Aroma optimal.

    Was ist der Unterschied zwischen roter und dunkellila Tamarillo?

    Beide sind Sorten der gleichen Art. Rot-orange Tamarillos sind am häufigsten im Handel, süßer und milder. Dunkellila/schwarze Tamarillos enthalten mehr Anthocyane, sind etwas säuerlicher und haben eine intensivere, fast beerenartige Note. Gelbe Tamarillos sind eine weitere, sehr milde Variante. Geschmacklich sind alle austauschbar.

    Warum wird die Tamarillo auch Baumtomate genannt?

    Weil sie an einem kleinen Baum wächst (botanisch eine verholzte Staude, 3-5 m hoch) und eine entfernte Verwandte der Tomate ist – beide gehören zur Gattung Solanum und zu den Nachtschattengewächsen. Im Ursprungsgebiet (Südamerika) heißt sie „Tomate del árbol" oder „Tree Tomato". In Neuseeland, dem wichtigsten Exporteur, wurde der Name 1967 zu „Tamarillo" umgemünzt – für besseres Marketing.

    Kann ich Tamarillos in Deutschland selbst anbauen?

    Ja, als Kübel- oder Gewächshauskultur ist es möglich. Aus Samen im Januar/Februar vorziehen, Pflanzung ins Freie nach den Eisheiligen. Frostempfindlich – ab Oktober ins Haus. Im zweiten oder dritten Jahr tragen die Pflanzen. Pro Pflanze können 5-10 kg Frucht geerntet werden. In Wintergärten oder Orangerien sehr dankbare Zierpflanzen mit exotischem Ertrag.

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