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    Obst

    Aprikose

    Sonnengelbe Sommerfrucht mit hohem Beta-Carotin-Gehalt – kurz, aber heimisch verfügbar.

    Aprikose – Obst aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Aprikose hat in den Monaten Juli, August Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager

    Die Aprikose, in Österreich „Marille" genannt, gehört zu den empfindlichsten heimischen Steinfrüchten. Sie reift nicht nach und braucht ein warmes, geschütztes Mikroklima – in Deutschland sind das vor allem die Pfalz, das Rheintal und neuerdings die Saale-Unstrut-Region. Die Saison dauert deshalb nur wenige Wochen im Hochsommer. Wer sie sortenrein vom regionalen Erzeuger kauft, schmeckt einen Unterschied, den importierte Frühstadien selten erreichen.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Roh als Sommer-Snack
    • Klassische Aprikosenmarmelade mit Vanille
    • Aprikosenknödel mit Butterbrösel (Marillenknödel)
    • Tarte Tatin oder gedeckter Aprikosenkuchen
    • Gegrillt mit Ziegenkäse und Honig
    • Aprikosen-Chutney zu kurzgebratenem Fleisch
    • Cremiges Aprikoseneis oder Sorbet

    Passt perfekt zu

    • Mandeln
    • Vanille
    • Lavendel
    • Ziegenkäse
    • Honig
    • Rosmarin
    • Pistazien
    • Kardamom

    Eigenschaften

    • Samtige, leicht behaarte Schale
    • Saftig-aromatisches, oranges Fruchtfleisch
    • Großer, leicht löslicher Stein
    • Sehr kurze Genussreife – tagesaktuell verarbeiten
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Sehr hoher Beta-Carotin-Gehalt unterstützt Sehkraft, Haut und Schleimhäute
    • Kalium ist wichtig für Herz- und Muskelfunktion
    • Sekundäre Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und zellschützend
    • Pektin (Ballaststoff) fördert eine gesunde Verdauung
    • Niedrige Energiedichte trotz Süße ideal als gesunder Snack

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Vollsonniger, geschützter Standort wählen – idealerweise vor Südwand
    • Spätfröste sind der größte Feind: Bei Blüte Vlies oder Frostschutzkerzen
    • Lockerer, durchlässiger, kalkreicher Boden bevorzugt – keine Staunässe
    • Sommerschnitt nach der Ernte, nie im Winter (Gummifluss-Gefahr)
    • Bei starkem Behang ausdünnen, sonst kleine Früchte und Astbruch

    Pflege

    • Veredelung auf frosthärteren Unterlagen (z. B. Pflaumensämling)
    • Spalierobst an südexponierten Hauswänden mit Wärmespeicher
    • Anbau in Plantagen mit Frostschutzberegnung gegen Spätfrost
    • Standort mit guter Drainage – Staunässe verursacht Pseudomonas-Befall

    Erntezeitpunkt

    Zeit: Mitte Juli bis Mitte August

    Ernte in mehreren Durchgängen, da nicht alle Früchte gleichzeitig reifen. Reife Aprikosen lassen sich mit leichtem Druck am Stiel lösen. Vorsichtig mit dem Stiel pflücken – die Schale ist sehr empfindlich.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Kühlschrank
    Haltbarkeit
    4 Tage

    Tipps

    • Reife Früchte im Kühlschrank lagern, möglichst nicht stapeln
    • Druckstellen sofort verarbeiten – sie verderben rasch
    • Unreife Aprikosen reifen bei Zimmertemperatur, allerdings nicht in Geschmack, sondern nur in Weichheit
    • Zum Einfrieren halbieren, entsteinen und einzeln vorfrieren
    • Eingekochte Aprikosen oder Marmelade halten als Wintervorrat

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Aprikose wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Wann haben deutsche Aprikosen Saison?

    Heimische Aprikosen aus der Pfalz, Baden und vom Bodensee gibt es nur wenige Wochen im Juli und August. Außerhalb dieser Zeit kommen sie aus Spanien, Frankreich oder der Türkei – mit deutlich längeren Transportwegen und meist unreif geerntet.

    Reifen Aprikosen nach?

    Nur bedingt. Sie werden weicher, gewinnen aber kaum noch an Süße oder Aroma. Wirklich aromatische Aprikosen müssen am Baum reifen – ein klares Argument für regional gekaufte Ware in Saison.

    Wie unterscheiden sich Aprikose und Marille?

    Beides ist dieselbe Frucht. „Marille" ist die österreichische Bezeichnung, in Deutschland sagt man Aprikose. Wachauer Marillen aus Niederösterreich sind als Spezialität EU-geschützt.

    Sind Aprikosenkerne giftig?

    Süße Aprikosenkerne sind in kleinen Mengen unbedenklich, bittere Kerne enthalten relativ viel Amygdalin – beim Verdauen entsteht Blausäure. Erwachsene sollten höchstens 1-2 bittere Kerne pro Tag verzehren, Kinder gar keine.

    Sind getrocknete Aprikosen genauso gesund?

    Sie sind sehr nährstoffdicht – Kalium, Eisen und Ballaststoffe konzentrieren sich. Allerdings auch der Zucker (rund 60 g/100 g). Sulfit-frei getrocknete Bio-Aprikosen sind dunkler, aber gesünder als geschwefelte hellgelbe Ware.

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