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    Obst

    Pfirsich

    Samtig-duftende Sommerfrucht – saftig, süßsäuerlich, in klassisch rund und flach (Plattpfirsich/Weinbergpfirsich).

    Pfirsich – Obst aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Pfirsich hat in den Monaten Juli, August, September Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager

    Der Pfirsich (Prunus persica) stammt ursprünglich aus China und wurde über Persien (daher der Name „persisches Apfelkern" → persica) und Griechenland ins römische Europa eingeführt. Das samtig behaarte Steinobst gibt es in mehreren Varianten: weißfleischige Pfirsiche (fein, aromatisch, schnell braunend), gelbfleischige (kräftiger, robuster), Plattpfirsiche (flachrund, sehr süß) und die regionalen Weinbergpfirsiche (Prunus persica var. nucipersica, klein, rot, aromatisch – traditionell am Mosel-, Rhein- und Saarweinberg). Eng verwandt und glattschalig ist die Nektarine (selbe Art, genetische Variante). In Deutschland gibt es traditionellen Anbau im Rheinland, an Mosel und Saale; der Großteil im Handel stammt aus Italien, Spanien und Frankreich. Hauptsaison ist Juli bis September. Pfirsiche liefern Vitamin C, Beta-Carotin und Kalium bei nur 39 kcal/100 g.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Pur gekühlt als Sommerdessert
    • Pfirsich-Melba mit Vanilleeis und Himbeersauce
    • Pfirsichkuchen mit Streuseln oder Blechkuchen
    • Caprese mit Pfirsich, Mozzarella und Basilikum
    • Bellini-Cocktail mit Prosecco
    • Gegrillte Pfirsichhälften mit Burrata und Balsamico
    • Pfirsichkompott mit Vanille und Zimt
    • Pfirsich-Chutney zu Huhn und Käse
    • Pfirsich-Eistee (Peach Iced Tea)

    Passt perfekt zu

    • Mandeln und Marzipan
    • Vanille und Zimt
    • Basilikum und Minze
    • Mozzarella und Burrata
    • Ziegen- und Blauschimmelkäse
    • Prosecco und Weißwein
    • Himbeeren und Erdbeeren
    • Ingwer und Kardamom

    Eigenschaften

    • Samtig behaarte Schale (Nektarine = glatt)
    • Weiß- und gelbfleischige Sorten, Plattpfirsich, Weinbergpfirsich
    • Stein löst bei vollreifen Früchten gut vom Fruchtfleisch
    • Kurze, empfindliche Saison – reift nicht gut nach
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Beta-Carotin in gelbfleischigen Pfirsichen unterstützt Sehkraft und Haut
    • Polyphenole wirken antioxidativ und zellschützend
    • Kalium unterstützt Blutdruckregulation
    • Kalorienarm (39 kcal/100 g) ideale Sommerfrucht
    • Ballaststoffe und Sorbit fördern die Verdauung

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Vollsonniger, windgeschützter, warmer Standort
    • Tiefgründiger, durchlässiger, kalkhaltiger Boden
    • Kräuselkrankheit ist der Hauptfeind – ab Januar mit Kupferspritzung oder resistenten Sorten vorbeugen
    • Im Frühjahr leicht düngen, nach Ernte Formschnitt
    • Pfirsichbaum regelmäßig schneiden – trägt nur am einjährigen Holz
    • Stark belastete Zweige mit Pfählen oder Stützen abfangen
    • Fallobst wegen Monilia-Fruchtfäule täglich aufsammeln
    • Weinbergpfirsich-Sorten sind robuster und weniger krankheitsanfällig

    Pflege

    • Pflanzung als Halb- oder Viertelstamm im Herbst oder zeitigen Frühjahr
    • Veredelung auf Prunus-Unterlagen für Gärten
    • Spalier an warmer Wand – klassisch bei empfindlichen Sorten
    • Weinbergpfirsich in klimatisch günstigen Lagen an Weinhängen
    • Selbstfruchtbar – ein einzelner Baum trägt

    Erntezeitpunkt

    Zeit: Je nach Sorte Juli bis September. Hauptsaison August. Weinbergpfirsiche meist September.

    Reif sind Pfirsiche, wenn sie leicht duften, am Stiel auf Druck nachgeben und sich ohne Ziehen vom Zweig lösen. Vorsichtig pflücken, in flache Behälter legen – sie sind druckempfindlich. Nicht grün ernten – Pfirsiche reifen geschmacklich am Baum.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Zimmertemperatur
    Haltbarkeit
    4 Tage

    Tipps

    • Bei Raumtemperatur 2-3 Tage nachreifen, dann im Kühlschrank 3-5 Tage
    • Nur leicht angedrückte Pfirsiche sind reif – sonst unreif gekauft
    • In Obstschale mit Abstand lagern – Druckstellen verfärben sich
    • Unreife Pfirsiche in Papiertüte mit Apfel nachreifen
    • Eingefroren (entsteint, halbiert, mit Zitrone besprüht): 10-12 Monate
    • Pfirsichkompott im Glas eingekocht 1 Jahr haltbar

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Pfirsich wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Wann haben Pfirsiche aus Deutschland Saison?

    Deutsche Pfirsiche reifen von Juli bis September, mit Hauptsaison im August. Der traditionelle Rote Weinbergpfirsich von Mosel und Saar reift meist erst Anfang September. Außerhalb dieser Zeit stammen Pfirsiche aus dem Mittelmeerraum (Italien, Spanien, Frankreich) oder im späten Herbst aus der südlichen Hemisphäre.

    Was ist der Unterschied zwischen Pfirsich und Nektarine?

    Botanisch sind Pfirsich und Nektarine dieselbe Art (Prunus persica) – die Nektarine ist eine natürliche genetische Variante mit glatter Schale. Nektarinen sind meist etwas kleiner, fester und haben ein intensiveres, oft süßeres Aroma. Geschmacklich ähnlich, aber die Haarigkeit fehlt. Beide können aus einem Samen des anderen hervorgehen.

    Was ist ein Weinbergpfirsich?

    Der Rote Weinbergpfirsich (Prunus persica var. nucipersica) ist eine alte Sorte, die traditionell in deutschen Weinbergen gepflanzt wurde – an Mosel, Rhein, Saale, Saar. Die Früchte sind kleiner (5-6 cm), mit dunkelrotem bis violettem Fruchtfleisch, stark aromatisch, leicht säuerlich. Verarbeitet zu Marmelade, Likör oder Pfirsichbrand (Eau-de-vie). Nicht zu verwechseln mit Industriezüchtungen.

    Wie lagere ich Pfirsiche richtig?

    Unreife Pfirsiche bei Raumtemperatur 2-3 Tage nachreifen lassen (nicht in den Kühlschrank – stoppt die Reife). Reife Pfirsiche dann im Gemüsefach 3-5 Tage – aber Geschmack und Duft werden im Kühlschrank gedämpft. Am besten etwa 1 Stunde vor dem Essen aus dem Kühlschrank nehmen – dann entfalten sie ihr Aroma wieder.

    Warum sind gekaufte Pfirsiche oft geschmacklos?

    Pfirsiche reifen nicht gut nach – wer sie im Handel kauft, bekommt meist unreif geerntete Ware, die im Kühltransport hart bleibt und dann nur notdürftig in der Auslage nachreift. Geschmackliches Spitzenresultat gibt's nur bei voller Baumreife. Tipps: auf Hofläden, Wochenmärkte und regionale Erzeuger setzen; Früchte sollten leicht nachgeben und intensiv duften.

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