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    Obst

    Kirsche

    Rubinrote Sommerfrucht – süß (Süßkirsche) oder säuerlich-aromatisch (Sauerkirsche), reich an Anthocyanen und Melatonin.

    Kirsche – Obst aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Kirsche hat in den Monaten Mai, Juni, Juli, August Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager

    Die Kirsche (Prunus avium / Prunus cerasus) ist nach der Erdbeere das beliebteste heimische Obst Deutschlands. Unterschieden werden Süßkirschen für den Rohverzehr (Herzkirschen mit weichem, Knorpelkirschen mit festem Fruchtfleisch) und Sauerkirschen (Schattenmorellen, Weichsel) für Kuchen, Marmelade und Säfte. Die Reifezeit wird in zehn „Kirschwochen" von Ende Mai bis Ende Juli eingeteilt – ein klassisches Orientierungsschema für Erzeuger und Verbraucher. Ernährungsphysiologisch punkten Kirschen mit Anthocyanen (entzündungshemmend), Melatonin (schlaffördernd), Vitamin C und Kalium. Sauerkirschen gelten als Superfood für Sportler, weil sie nachweislich Muskelregeneration unterstützen.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Kirschen pur gekühlt als Snack
    • Schwarzwälder Kirschtorte
    • Kirschstrudel oder Kirschauflauf
    • Rote Grütze mit Sauerkirschen
    • Kirschkompott zu Milchreis und Grießbrei
    • Kirschsauce zu Wild und Ente
    • Kirschlikör und Kirschwasser
    • Salat mit Kirschen, Ziegenkäse und Rucola

    Passt perfekt zu

    • Mandeln und Marzipan
    • Dunkle Schokolade
    • Vanille und Kirschwasser
    • Zimt und Sternanis
    • Ziegen- und Frischkäse
    • Balsamico
    • Basilikum und Minze
    • Ente und Wildbret

    Eigenschaften

    • Anthocyane (rote bis dunkelrote Farbstoffe)
    • Enthält natürliches Melatonin – schlaffördernd
    • Sauerkirschen: Regenerationshilfe für Sportler
    • Reifeeinteilung in 10 Kirschwochen (ab Ende Mai)
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Anthocyane wirken stark antioxidativ und entzündungshemmend
    • Sauerkirschen fördern nachweislich Muskelregeneration nach Sport
    • Natürliches Melatonin unterstützt Einschlafen und Schlafqualität
    • Kalium wirkt blutdruckregulierend
    • Flavonoide und Ballaststoffe unterstützen Darmflora

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Sonniger Standort, tiefgründiger, durchlässiger Boden
    • Süßkirschen bevorzugen mildere Lagen, Sauerkirschen kommen auch mit rauerem Klima klar
    • Kirschbaum nicht im Winter, sondern möglichst im Spätsommer nach der Ernte schneiden (geringeres Infektionsrisiko)
    • Vor Vögeln (Stare, Amseln) mit Netz schützen – nötig
    • Kirschessigfliege bekämpfen: früh reifende Sorten wählen, engmaschiges Netz (0,8 mm Maschenweite)
    • Bei starkem Regen kurz vor der Ernte platzen Süßkirschen – Folienüberdachung hilft

    Pflege

    • Pflanzung als Hoch-, Halb- oder Busch-Stamm, veredelte Sorten
    • Süßkirschen brauchen eine Befruchtersorte in der Nähe (selbstunfruchtbar), außer Sorten wie 'Lapins' oder 'Sunburst'
    • Sauerkirschen meist selbstfruchtbar – gute Wahl für Einzelstandort
    • Niederstammkultur und Spindelerziehung im Erwerbsobstbau – einfache Ernte
    • Hagelnetze und Regenschutz gegen Fruchtfäule und Platzen

    Erntezeitpunkt

    Zeit: Süßkirschen: Ende Mai bis Ende Juli (10 Kirschwochen). Sauerkirschen: Juli bis Mitte August.

    Süßkirschen mit Stiel pflücken (hält länger, Wunde am Fruchtansatz bleibt geschlossen). Sauerkirschen für die Verarbeitung können ohne Stiel gepflückt werden. Nur bei trockener Witterung ernten, keine überreifen Früchte – sie verderben im Nu.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Kühlschrank
    Haltbarkeit
    5 Tage

    Tipps

    • Ungewaschen, mit Stiel, im Gemüsefach des Kühlschranks 3-5 Tage haltbar
    • Erst kurz vor dem Verzehr waschen und entstielen
    • Nicht in geschlossener Plastiktüte – Kondenswasser fördert Schimmel
    • Einfrieren entsteint auf Blech, dann in Gefrierbeutel – 12 Monate haltbar
    • Für längere Haltbarkeit: einkochen, zu Marmelade oder Likör verarbeiten

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Kirsche wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Wann haben Kirschen in Deutschland Saison?

    Die Süßkirschen-Saison startet mit der 1. Kirschwoche Ende Mai (frühe Sorten wie 'Burlat') und endet mit der 10. Woche Ende Juli (späte Sorten wie 'Regina', 'Kordia'). Sauerkirschen reifen meist von Anfang Juli bis Mitte August. Außerhalb dieser Saison stammt Ware vor allem aus der Türkei und Spanien.

    Was ist der Unterschied zwischen Süß- und Sauerkirschen?

    Süßkirschen werden direkt gegessen, haben meist festes, süßes Fruchtfleisch und wachsen an bis zu 20 m hohen Bäumen. Sauerkirschen sind kleiner, säuerlich-aromatisch und werden fast nur verarbeitet (Kuchen, Marmelade, Saft, Likör). Sie sind meist selbstfruchtbar und wachsen als kleine Bäume oder Sträucher – deutlich einfacher im Garten.

    Darf man Kirschkerne essen?

    Einzelne versehentlich verschluckte Kerne sind harmlos – sie werden unverdaut ausgeschieden. Zerbeißen oder zerkleinern sollte man sie allerdings nicht: Die Samen enthalten Amygdalin, das im Körper zu Blausäure abgebaut wird. Bei normalem Verzehr ohne Zerbeißen besteht keine Gefahr. Kirschkernkissen und -öle sind davon nicht betroffen.

    Warum platzen Kirschen nach Regen?

    Reife Kirschen nehmen Wasser auch über die Haut auf. Bei Starkregen oder hoher Luftfeuchtigkeit dehnt sich das Fruchtfleisch schneller als die Schale, sodass die Frucht aufplatzt. Risse führen schnell zu Fäulnis. Deshalb sollten reife Kirschen bei Regenprognose rasch geerntet werden – im Erwerbsanbau helfen Regenüberdachungen.

    Stimmt es, dass Kirschen beim Sport helfen?

    Ja, vor allem Sauerkirschsaft-Konzentrat wird von Sportlern genutzt. Studien zeigen, dass die enthaltenen Anthocyane Muskelkater und Entzündungen nach intensiver Belastung reduzieren und die Regeneration beschleunigen. Auch das natürliche Melatonin kann die Schlafqualität verbessern – wichtig für die Erholung.

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