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    Obst

    Johannisbeere

    Vitamin-C-reiche Sommerbeere in Rot, Weiß und Schwarz – feine Säure, viele Ballaststoffe, perfekt für Gelee und Desserts.

    Johannisbeere – Obst aus regionalem Anbau

    Saisonkalender

    Verfügbarkeit

    Johannisbeere hat in den Monaten Juni, Juli, August Saison.

    • Freiland
    • Gewächshaus
    • Lager

    Die Johannisbeere (Ribes) ist ein klassisches deutsches Beerenobst und gehört zu den Stachelbeergewächsen. Ihren Namen trägt sie nach dem Johannistag (24. Juni), an dem traditionell die Reife beginnt. Man unterscheidet Rote, Weiße und Schwarze Johannisbeeren: Rote und Weiße sind säuerlich-frisch und unterscheiden sich nur in Farbe und Süße, Schwarze (Cassis) sind deutlich aromatischer, gehaltvoller und enthalten bis zu viermal mehr Vitamin C als Zitronen. Mit 33 kcal pro 100 g sind Johannisbeeren sehr kalorienarm und liefern neben Vitamin C reichlich Ballaststoffe, Kalium und sekundäre Pflanzenstoffe wie Anthocyane und Flavonoide.

    Verwendung & Kombinationen

    Küche & Geschmack

    Verwendung

    • Klassisches Johannisbeergelee (rot oder schwarz)
    • Rote Grütze mit Vanillesauce
    • Johannisbeer-Baiser-Kuchen
    • Cassis-Likör oder Crème de Cassis
    • Cassis-Sorbet oder -Eis
    • Salat mit Ziegenkäse, Walnüssen und roten Johannisbeeren
    • Cassis-Chutney zu Wild und Lamm
    • Hugo mit Johannisbeeren statt Holunder

    Passt perfekt zu

    • Joghurt und Quark
    • Vanille
    • Zimt und Nelke
    • Dunkle Schokolade
    • Walnüsse und Haselnüsse
    • Ziegen- und Blauschimmelkäse
    • Wildbret und Lamm
    • Baiser und Mandelmehl

    Eigenschaften

    • Schwarze Johannisbeere: Vitamin-C-Spitzenreiter unter heimischen Früchten
    • Drei Farbvarianten: rot, weiß, schwarz
    • Hoher Pektingehalt – ideal für Gelee ohne Geliermittel
    • Säurebetont, aromatisch, geringe Süße
    Gesundheit

    Was es im Körper macht

    • Schwarze Johannisbeeren enthalten außergewöhnlich viel Vitamin C
    • Anthocyane in schwarzen Beeren wirken entzündungshemmend und gefäßschützend
    • Hoher Ballaststoffgehalt fördert Verdauung und Sättigung
    • Kalium unterstützt Blutdruckregulation
    • Sekundäre Pflanzenstoffe (Proanthocyanidine) helfen bei Harnwegsinfekten

    Anbau, Pflege & Ernte

    Anbau & Garten

    Tipps für Hobbygärtner

    • Sonniger bis halbschattiger Standort, lockerer, humusreicher Boden
    • Schwarze Johannisbeere bevorzugt leicht feuchte Böden, rote kommt auch mit trockeneren zurecht
    • Mulchen hält Wurzeln kühl (flaches Wurzelsystem)
    • Regelmäßig gießen während der Fruchtbildung, sonst platzen die Beeren
    • Netz gegen Vögel unbedingt erforderlich – Amseln ernten schneller als man schaut
    • Resistente Sorten wählen (z. B. 'Rovada', 'Rolan', 'Titania' – säulenrostresistent)

    Pflege

    • Pflanzung als Strauch oder Hochstämmchen im Herbst oder zeitigen Frühjahr
    • Anbau an Spalier oder als Busch, Abstand 1,2-1,5 m
    • Regelmäßiger Auslichtungsschnitt – alte Triebe (>3 Jahre) bodennah entfernen
    • Schwarze Johannisbeere trägt am einjährigen Holz, rote am 2-3-jährigen Holz

    Erntezeitpunkt

    Zeit: Rote und weiße Johannisbeeren: Ende Juni bis Juli. Schwarze Johannisbeeren: Anfang Juli bis Mitte August.

    Ganze Rispen (Trauben) ernten, nicht einzelne Beeren pflücken – so bleiben die Früchte länger frisch. Mit Schere oder Daumen den Stiel durchtrennen. Zum Entrebeln ungewaschene Rispen durch eine Gabel ziehen. Rote Sorten werden süßer, wenn sie 2 Wochen nach Farbumschlag noch hängen.

    Lagerung

    Haltbar machen

    Lagerort
    Kühlschrank
    Haltbarkeit
    4 Tage

    Tipps

    • Bei kühler Lagerung im Kühlschrank 3-5 Tage haltbar – länger als viele andere Beeren
    • Ungewaschen und am besten auf dem Stiel aufbewahren
    • Erst kurz vor dem Verzehr waschen, vorsichtig mit der Gabel abrebeln
    • Einfrieren roh problemlos möglich – 12 Monate haltbar
    • Verarbeitet zu Gelee, Saft oder Likör mehrere Monate bis 1 Jahr haltbar

    Anbauregionen in Deutschland

    Regional

    Johannisbeere wird vor allem in folgenden Bundesländern angebaut.

    FAQ

    Häufig gefragt

    Wann haben Johannisbeeren Saison?

    Rote und weiße Johannisbeeren reifen Ende Juni bis Juli, schwarze folgen von Anfang Juli bis Mitte August. Sie tragen damit ihren Namen zurecht – traditionell beginnt die Ernte um Johannistag (24. Juni). Außerhalb der Saison sind frische Johannisbeeren im Handel selten.

    Was ist der Unterschied zwischen roten, weißen und schwarzen Johannisbeeren?

    Rote und weiße Johannisbeeren schmecken sehr ähnlich – fein säuerlich und frisch. Weiße sind etwas süßer und milder. Schwarze Johannisbeeren sind geschmacklich komplett anders: aromatisch, kräftig, fast moschusartig. Sie enthalten deutlich mehr Vitamin C (bis 177 mg/100 g) und sekundäre Pflanzenstoffe – werden aber meist verarbeitet statt roh gegessen.

    Warum ist der Vitamin-C-Gehalt der schwarzen Johannisbeere so hoch?

    Mit etwa 177 mg Vitamin C pro 100 g zählen schwarze Johannisbeeren zu den vitaminreichsten Früchten überhaupt – mehr als Zitronen (53 mg) und fast so viel wie Hagebutten. Schon 50 g decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Grund dafür sind genetische Besonderheiten der Pflanze, die im Stoffwechsel viele Antioxidantien bildet.

    Kann ich Johannisbeeren einfrieren?

    Ja, problemlos. Gewaschene, entrebelte Beeren auf einem Blech einzeln vorfrieren, danach in Gefrierbeutel umfüllen – so kleben sie nicht zusammen. Gefrorene Beeren halten rund 12 Monate und eignen sich perfekt für Smoothies, Gelee oder Kuchen direkt aus dem Froster.

    Wie bekomme ich Johannisbeergelee ohne Gelierzucker hin?

    Johannisbeeren, vor allem rote und schwarze, enthalten sehr viel natürliches Pektin. Für klassisches Gelee reicht oft Haushaltszucker im Verhältnis 1:1 mit gut 10 Minuten Einkochzeit. Wer weniger Süße möchte, kann mit 2:1-Gelierzucker arbeiten oder mit Apfelpektin ergänzen.

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